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Grüne in Grevenbroich fordern Planungs-Stopp für die Landstraße 361n

Grevenbroich : Grüne fordern Planungs-Stopp für die Landstraße 361n

Geht die Landstraße 361n endgültig unter? Diese Frage stellen die Grevenbroicher Grünen. Der Grund: „Die derzeit im Rathaus und bei der Bezirksregierung Düsseldorf ausliegenden Pläne für das Überschwemmungsgebiet der Erft weisen Überflutungsflächen für den gesamten Streckenverlauf aus“, sagt Fraktionschef Peter Gehrmann.

Die umstrittene Trasse wäre demnach nicht mehr realisierbar – zumal der Bau von Mauern oder Wällen dort nunmehr untersagt sei, ebenso die Umwandlung von Grün- in Ackerland oder von Auwald in eine andere Nutzungsart.

 Peter Gehrmann ist Fraktionsvorsitzender der Grünen.
Peter Gehrmann ist Fraktionsvorsitzender der Grünen. Foto: Grüne

„Die L 361n mit ihrer komplett in Dammlage geführten Strecke und ihren sechs Brückenbauwerken steht in absolutem Widerspruch zu dieser richtigerweise geplanten Verordnung“, sagt Landtagskandidat Dirk Schimanski. Für ihn komme dies nicht überraschend: „Wir haben bereits vergangenes Jahr unmittelbar nach der Hochwasserkatastrophe an Ahr und Erft darauf hingewiesen, dass die Landstraße 361n und der Hochwasserschutz unvereinbar sind, da die Streckenführung bereits mit den Überflutungsflächen alter Lesart im Konflikt steht.“

Das Geld, das weiterhin in die Konkretisierung des Projekts fließe, solle nach Ansicht der Grünen „besser für eine echte Mobilitätswende“ und konkrete Maßnahmen zur Verkehrsentlastung der Kapellener Bürger genutzt werden. „Die Kosten sind bereits jetzt von 14 Millionen auf mehr als 22 Millionen Euro explodiert. Eine Variante, die auch nur ansatzweise mit dem Hochwasserschutz vereinbar wäre, ist schlichtweg nicht finanzierbar“, sagt Dirk Schimanski. In einer Pressemitteilung fordern die Grünen, „dass vor diesem Hintergrund und der ökologischen Folgen die Planungen für die Landstraße 361n sofort gestoppt werden sollten“.

(NGZ)