Großes Interesse an neuem Bauland in Grevenbroich-Hemmerden

Mehr Wohnraum für Grevenbroich : Großes Interesse an neuem Bauland in Hemmerden

Die Resonanz war groß, rund 80 Bürger, darunter viele junge Menschen, kamen zum Thema Bauland in die Gaststätte „Alt Hemmerden“. Dazu eingeladen hatten die Sozialdemokraten im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Fraktion vor Ort“.

Im Dorf fehlen Baugebiete, wie die beiden Hemmerdener Ratsvertreter Ludwig Jedowiak und André Thalmann erläuterten. Dabei sei, wie Jedrowiak berichtete, der Wunsch groß, dass junge Hemmerdener im Ort bleiben und bauen können. In der Versammlung präsentierte Florian Herpel, Beigeordneter für Bauen, Planung und Umwelt, mögliche Gebiete, in denen Bauland ausgewiesen werden könnte. Vier Flächen kommen dafür in Betracht. Bis zu 160 Wohneinheiten könnten dort entstehen.

Die SPD hatte bereits vor dem Treffen auf der Basis des Dorfentwicklungsplans drei Areale, auf denen Bauland geschaffen werden könnte, genannt: im Westen des Ortes am Schrieverspfad, im Norden nahe der Straße Lindenhof sowie im Bereich „In de Dell“. Florian Herpel hält eine weitere, städtische Fläche als künftiges Bauland für möglich – an der Josefstraße am Friedhof.

„Um die Chancen einer Realisierung zu klären, sollten kurzfristig Gespräche mit den Eigentümern der potentiellen Flächen geführt werden“, erklärt Fraktionsvorsitzender Horst Gerbrand. In einem weiteren Schritt sollen „planungsrechtliche Herausforderungen“, wie Lärmschutz und Entwässerung geklärt werden.

Die SPD-Fraktion will im Rahmen der Dezember-Ratssitzung die Stadtverwaltung beauftragen, die vier Flächen in Hemmerden zu prüfen. „Wir müssen schnellstmöglich wissen, welche Grundstücke für eine tatsächliche Wohnbebauung in Betracht kommen“, sagt Gerbrand. Danach sollten die entsprechenden Planverfahren eingeleitet werden.

Die SPD hat im Rahmen der Haushaltsberatung bereits einen Antrag für die Schaffung von mehr Wohnraum in Grevenbroich gestellt. Nach einem Gutachten des Kreises fehlen bis zum Jahr 2030 insgesamt 1802 Wohneinheiten im Stadtgebiet, darunter 600 öffentlich-geförderte.

„Wir müssen in Grevenbroich für Familien, ältere Menschen, Wohngemeinschaften, allein Lebende und Alleinerziehende neue, aber vor allem bezahlbare Wohnungen schaffen“, fordert Horst Gerbrand. 2019 will die SPD erneut die Bürger einladen, um über den Sachstand zum Thema Bauland in Hemmerden zu berichten.

(NGZ)
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