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Grevenbroich: Großes Herbstfest rund ums Schneckenhaus

Grevenbroich : Großes Herbstfest rund ums Schneckenhaus

Die Umweltstation "Schneckenhaus" hat in diesem Jahr rund 1200 Wildtiere aufgenommen, um sie gesund zu pflegen und wieder in die Natur zu entlassen. Der Großteil waren verletzte Vögel, aber auch Spitzmäuse und Wildschweinfrischlinge gehörten zu den Kurzzeitbewohnern der Station.

Beim Herbstfest am Samstag konnten sich Besucher über die Arbeit der städtischen Einrichtung und ihres Fördervereins "Grünes Klassenzimmer Grevenbroich" informieren. Kleine Nager durften dabei auch auf dem Arm genommen und gestreichelt werden. Ein besonderer Gast auf den Festen des Schneckenhauses ist seit inzwischen vier Jahren Falkner Pierre Schmidt. Sieben Greifvögel hatte er mitgebracht. Der Stolzeste unter ihnen war der Weißkopf-Seeadler "Alaska" mit einer Flügelspannweite von 2,20 Meter. Bei einer Flugshow erläuterte Schmidt die Biologie und Verhaltensweise der Greifvögel. Der Höhepunkt war schließlich, als viele Kinder Sakerfalke "Lucky" einmal auf ihren Armen landen lassen durften. Da leuchteten die Augen der kleinen Besucher und die Erwachsenen schauten etwas neidisch. Für Schmidt ist nennt das eine wichtige Erfahrung für die Kinder: "Nur was die Menschen kennen und sehen, wissen sie auch zu schützen."

Rund 600 Besucher kamen über den Tag verteilt auf das frühere Gartenschaugelände. "Der Zulauf ist ein Spiegelbild dafür, dass wir in der Gesellschaft gut aufgestellt sind", sagte der Umweltschutzbeauftragte der Stadt, Norbert Wolf. "Gerade in dichtbesiedelten Gebieten lasten auf dem Bereich Naturschutz eine Vielzahl von Bürden."

(NGZ)