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Grevenbroich: Größter Festzug der BSV-Geschichte

Grevenbroich : Größter Festzug der BSV-Geschichte

Mit 1700 Marschierern erlebte der Bürgerschützenverein Grevenbroich gestern Nachmittag den größten Festzug seiner Geschichte. Alleine 200 Kinder- und Jugendschützen waren auf den Beinen. Das einzige Manko: Dunkle Wolken überschatteten das Spektakel. Statt der Sonne strahlte das Königspaar Axel und Kristina Holzhausen.

Um den Nachwuchs muss sich das Brauchtum in dieser Stadt keine Sorgen machen. Das wurde beim Festumzug am Sonntag eindrucksvoll unter Beweis gestellt. In zwei Marschblöcken präsentierten sich die Jugendabteilungen aus 15 Bruderschaften, Schützenvereinen und Kirmesgesellschaften unter dem Motto "Wir alle sind Grevenbroich".

Etwa 200 Kinder und Jugendliche waren auf den Beinen. "Ein tolles Bild, das auch hervorragend zu unserem Königspaar passt", meinte BSV-Präsident Dr. Peter Cremerius. Denn Axel und Kristina Holzhausen — beide 28 Jahre alt — sind die jüngsten Regenten in der Geschichte des 1849 gegründeten Bürgerschützenvereins.

Nach einem sonnigen Festauftakt am Samstag zogen gestern dunkle Wolken auf, während des Frühkonzerts prasselte sogar der Regen aufs Zeltdach. Wenige Stunden später, kurz vor dem Umzug, warf Axel Holzhausen einen skeptischen Blick in den Himmel: "Hoffentlich geht das gut." Die Sorgen waren berechtigt, jedoch nicht notwendig. Es blieb zwar bewölkt, aber trocken, die Temperaturen waren zu ertragen — ein gutes Marschier- und Paradewetter für 1700 Schützen und Musiker, die sich zum bisher längsten Grevenbroicher Umzug formierten.

Denn der etwa 850 Mitglieder starke BSV wurde nicht nur um die jungen Schützen, sondern auch um etliche "große" Abordnungen aus dem Stadtgebiet erweitert. "Wir alle sind Grevenbroich — dieses Thema passt gut zu diesem Festzug", meinte Ursula Kwasny mit Blick auf die Aktiven aus den umliegenden Orten, die das Regiment verstärkten. Für die Bürgermeisterin steht fest: "Was hier passiert, ist so etwas wie der Höhepunkt unseres Stadtjubiläums."

Höhepunkt des gestrigen Nachmittags war aber zweifellos die große Parade auf der Breite Straße. Angeführt von Oberst Joachim Schwedhelm und seinem Adjutanten Georg Winkler — beide in nagelneuen Grenadier-Waffenröcken — marschierte das Regiment mit Fahnen und Blumenhörnern an den Regenten vorbei. König Axel nahm die Parade im schwarzen Anzug ab, Königin Kristina war in einem meerblauen Kleid zu sehen — ein Hingucker für die vielen Zuschauer.

Ein weiterer Superlativ: Nie trabten mehr Pferde durch die Innenstadt als gestern. 46 Vierbeiner verschönerten den Festzug, darunter auch sechs Ponys, die vor die Kutsche von Edelknabenkönig Nicolas Gallus und Jungkönig René Daners gespannt worden waren. Für ein tolles Bild am Schluss sorgte die berittene Artillerie aus Neuenhausen mit ihren Kaltblütern und die "L'equipe noir" aus Orken — das einzige Amazonenkorps des Umzugs.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Festzug durch Grevenbroich

(NGZ)