Grevenrboich: Neues Pflegekonzept  für Gartenstadt-Friedhof

Stadtteilgespräch in Grevenbroich-Wevelinghoven : Neues Pflegekonzept  für den Friedhof

Beim Stadtteilgespräch in Wevelinghoven war der Zustand des Friedhofs Thema. Es geht auch um die Mauer.

Seit langem stößt der Friedhof an der Langwadener Straße auf Kritik – und auch beim Stadtteilgespräch für Wevelinghoven und Langwaden mit rund 100 Besuchern in der Realschule war der Zustand der Anlage ein zentrales Thema der Debatte.

Der Wevelinghoener Uwe Holl kritisierte, dass vor Jahren festgestellte Mängel auf dem Friedhof immer noch nicht beseitigt seien. „Ich habe Fotos von 2015 mit dem heutigen Zustand verglichen. An der Müllsammelstelle ist ein Zaun nach wie vor defekt. Und die Mauer an der Langwadender Straße ist sogar in einem schlechteren Zustand als damals, sie bricht auseinander“, schilderte Holl beim Treffen, zu dem die Stadt geladen hatte, seine Beobachtungen.

„Die Beseitigung des Schadens an der Mauer „kostet viel Geld. Uns steht für die Friedhöfe nur ein begrenztes Budget zur Verfügung“, erklärte Fachbereichsleiter Peter Mühlenbruch. „Solche Ausgaben schlagen sich auf die Friedhofsgebühren nieder“, ein Anstieg der Kosten führe zu einem Gebührenanstieg. Ein generelles Problem: Die Stadt muss im Stadtgebiet insgesamt 24 Friedhöfe pflegen – ein „Erbe“ aus der Zeit vor der kommunalen Neugliederung 1975. Die Verteilung des Geldes „geht mit der Gießkanne“, räumte Mühlenbruch ein. Die Stadt versucht, mit neuen Konzepten Unterhaltungskosten zu reduzieren. Da die Zahl der Urnenbestattungen immer weiter zunimmt, werden immer weniger Grabflächen benötigt. Die Stadt hat deshalb für den Wevelinghovener Friedhof ein Pflegekonzept erstellt, das Schritt für Schritt umgesetzt wird. Im Bereich hinter der Trauerhalle soll eine parkähnliche Landschaft mit Rasen, Bäumen und Gehölzen entstehen. Nicht benötigte Nebenwege sollen zurückgebaut werden.

Evangelischer Pfarrer Hans Hermann Moll wies auf die Schließung mehrerer Trauerhallen auf Friedhöfen hin. „Es muss die Möglichkeit bestehen, auch im Regen Beerdigungen in Würde abzuhalten“, gab er zu bedenken. Mühlenbruch erläuterte, dass die meisten Trauerhallen selten genutzt würden. „Eigentlich würde eine Halle im Stadtgebiet ausreichen.“ Für die Trauerhalle in Wevelinghoven ist laut Stadt aber keine Schließung geplant.