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Grevenbroich: Grevenbroicher vernetzt Schulen

Grevenbroich : Grevenbroicher vernetzt Schulen

Tilman Buchner, ehemaliger Schüler des Erasmus-Gymnasiums, hat das Konzept für die Internet-Plattform "Friends4School" mitentwickelt. Von diesem Projekt sollen Schulen in ganz Deutschland finanziell profitieren. Getestet wird das Netzwerk an seiner ehemaligen Schule.

Facebook, Stay Friends, Mein VZ – das alles sind Plattformen, um Kontakt zu ehemaligen Mitschülern herzustellen. Doch das allein ist Tilman Buchner (34) nicht genug. Deshalb entwickelte er ein Modell, das die soziale Komponente bedient, aber auch soziales Engagement für die Schule möglich macht. "Friends4School" heißt die Plattform, die im Mai online ging. Als erstes Projekt wählte der ehemalige Erasmus-Schüler natürlich seine "alte" Schule.

Die Idee ist aber schon viel früher entstanden: "Als mir Erasmus-Leiter Michael Jung vor einigen Jahren erklärte, wie schwer es gewesen war, 60 000 Euro für eine neue Cafeteria auftreiben, reifte in mir eine Idee", erklärt der promovierte Maschinenbauer: "Ich wollte eine Online-Plattform schaffen, durch die Schulen richtig was erreichen können." Ehemalige sollten sich im Rahmen eines Fördervereins, den es an jeder Schule gibt, beteiligen – das Potenzial sei hoch.

Gemeinsam mit seinem ehemaligen Kommilitonen Daniel Behnen (32) habe er das Konzept für "Friends4School" erstellt. Momentan befindet sich das Projekt in der Probephase – die Grevenbroicher testen die Funktionalität. "Die Plattform unterstützt alle 33 000 weiterführenden Schulen in Deutschland, ab Oktober kommen noch 16 000 Grundschulen hinzu", erklärt Buchner. Projekte, die es an den Schulen zu verwirklichen gilt, werden dort aufgelistet. "Ehemalige Schüler, Eltern, Lehrer und Förderer können sich dort mit einer Direktspende an der Realisierung beteiligen." So bereits geschehen am Erasmus-Gymnasium: Seit kurzem ist die Schule im Besitz eines Chemie-Baukastens – eigens finanziert über die Plattform. "83 Euro hat das Projekt gekostet. Innerhalb von zwei Wochen hatte das Erasmus-Gymnasium das Geld zusammen", freut sich Buchner über den ersten kleinen Erfolg.

Anfang Oktober startet die Kooperation mit Partnershops: Dann können Grevenbroicher auch beim Online-Shopping etwas für den guten Zweck tun – wenn sie den Weg über "Friends4School" wählen. "Amazon, Zalando und Co. zahlen eine Provision für jeden, der über uns in ihren Shop kommt."

Noch steckt das Projekt in den Kinderschuhen und soll um zahlreiche Funktionen erweitert werden. "Wir planen, dass Ehemalige darüber auch Klassentreffen oder Veranstaltungen organisieren können. Es ist die einzige Plattform, wo Eltern, Lehrer und Ehemalige zusammenkommen und etwas bewirken können", sagt Buchner. Auch Unternehmen sollen stärker beteiligt werden. Der Entwicklung seien keine Grenzen gesetzt: ",Friends4School' eignet sich prinzipiell für alle westlichen Länder."

(NGZ)