Grevenbroich: Grevenbroicher Trio plant Aktionen mit lokalen "Heldinnen der Politik"

Grevenbroich: Grevenbroicher Trio plant Aktionen mit lokalen "Heldinnen der Politik"

Seit 100 Jahren dürfen Frauen auch in Deutschland an die Wahlurne. Anlässlich des Jahrestags bereiten Monika Born-Möbius und Claudia Bodewig von der Volkshochschule in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten Rebecca Ende verschiedene Veranstaltungen zum Thema vor. Der Reigen heißt "Geschichte erinnern, Zukunft gestalten - Frauen in der Politik" und umfasst vier Angebote.

Manches haben Evas Töchter in den vergangenen 100 Jahren erstritten und erkämpft, wie das allerdings zu Zeiten des Dritten Reichs konterkariert wurde, wird in der Ausstellung "Frauen im Nationalsozialismus" gezeigt. Am Freitag, 5. Oktober, führt die Fahrt nach Köln ins EL-DE-Haus, das in jener Phase von der Gestapo konfisziert war und heute NS-Dokumentationszentrum ist. 20 Personen können am Termin teilnehmen. Eine weitere Reise steht am 7. November an, dann führt der Weg in eine Ausstellung im Historischen Museum Frankfurt, das "100 Jahre Frauenwahlrecht" umfassend dokumentiert. "Sie ist historisch angelegt und schlägt Brücken zu aktuellen Themen wie zum Beispiel der ,#Me Too'-Debatte", weiß Claudia Bodewig. Maximal 30 Personen können teilnehmen.

"Wir haben einige Frauen, auf die wir stolz sein dürfen", werfen die drei Organisatorinnen auch einen Blick auf "lokale Heldinnen". Heike Troles ist eine von ihnen. Die CDU-Politikerin soll am Mittwoch 14. November, in Düsseldorf besucht werden. Zunächst steht die Teilnahme an einer Plenarsitzung an, anschließend soll über relevante Themen aus dem Wahlkreis - Schwerpunkt Frauen - debattiert werden.

"Und zum Schluss haben wir noch einen richtigen Hochkaräter", freut sich Claudia Bodewig auf den Besuch der renommierten Europa-Expertin Ulrike Guérot. Die Professorin und vielfach ausgezeichnete Politikwissenschaftlerin kehrt zurück ans Pascal-Gymnasium, an dem sie einst ihr Abi machte. Die Frau mit Grevenbroicher Wurzeln spricht dort am Donnerstag, 11. Oktober, zu ihrem Herzensthema "Ideen zur Zukunft Europas". "Wir wünschen uns natürlich, dass möglichst viele junge Frauen sich für den Vortrag begeistern lassen", sagen die Organisatoren. Denn Feminismus hat viele Gesichter, und auf dem Weg zur Gleichstellung von Frau und Mann ist noch deutlich Luft nach oben, sind sich die drei einig.

(von)