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Grevenbroich: Grevenbroicher Star-Frisöre in Düsseldorf

Grevenbroich : Grevenbroicher Star-Frisöre in Düsseldorf

An diesem Wochenende können Besucher beim "Tag der Architektur" interessante Objekte besichtigen. Die Grevenbroicher Francesco und Giuliano Gammuto zeigen die Architektur ihres Düsseldorfer Frisörsalons.

Einmal Pariser Fashion-Show und zurück — und das ganz ohne Flugticket: Das geht nach Grevenbroich und Pulheim auch in Düsseldorf im "GFG Hair & Styling"-Salon in den Schwanenhöfen. Dort demonstrieren die Inhaber Francesco und Giuliano Gammuto, was eine Innenarchitektur bewirken kann. Verantwortlich für das hippe Kleinod sind die Kölner Innenarchitektin Jeanette Göbel von "Innen leben" und Projektleiter Ralf Tasse. "Innenarchitektin ist mein dritter Beruf. Zuvor war ich Friseurin. Ich kenne mich mit den Ansprüchen an einen Salon aus", sagt Göbel.

Die Gammuto-Brüder in ihrem Laden "GFG Hair & Styling" in den Düsseldorfer Schwanenhöfen. Dort finden auch Model-Castings statt – zum Beispiel für eine Partyreihe in der Düsseldorfer "Nachtresidenz". Mehr Bilder gibt es unter www.tonight.de. Foto: Ronny Hendrichs

Gemeinsam mit den Inhabern aus Grevenbroich kreierte sie Catwalk, Lounge und junge Designer-Mode auf 400 Quadratmetern, ohne den eigentlichen Zweck der ehemaligen Henkel-Halle aus den Augen zu verlieren: Waschen, Schneiden, Färben, Föhnen und Schminken. "Wir wollen Mode und Styling für alle erlebbar machen", sagt Francesco Gammuto. "Ein Besuch bei uns ist ein Rundum-Erlebnis, nach dem sich die Kundin schön fühlen soll." Dafür benötige man neben Know-How, geschulten und motivierten Mitarbeitern und Zeit auch die Fläche. "Wichtig ist uns, dass wir die Geschichte dieses Hauses erzählen. Deshalb blieben die alten Backsteine bewusst unverhüllt, sie wurden in das Gesamtkonzept eingebunden." Dass die Brüder außergewöhnliches Design lieben, war schon an dem Grevenbroicher Salon in der alten Zuckerfabrik und an dem Puhlheimer Salon in einer ehemaligen Sanitärlagerhalle zu sehen.

Alle drei Projekte wurden von Jeanette Göbel und Ralf Tasse realisiert. "Während wir bei den anderen Salons viel Arbeit in den Rückbau stecken mussten, um das ursprüngliche Gebäude sichtbar zu machen, fanden wir in Düsseldorf eine leere Halle vor", so Göbel. Die galt es mit Leben und Ambitionen zu füllen: Ein langer Catwalk führt die Kunden vom Eingang über eine Treppe zur Bühne, auf der gewaschen, geschnitten und gestylt wird. Die einzelnen Bereiche sind dabei von Milchglasscheiben oder halbhohen Steinmauern voneinander getrennt. "So haben wir verschiedene Räume geschaffen, die in den Gesamtraum einfließen."

Wichtig war auch das immer wiederkehrende Logo des Salons. An den Milchglasscheiben, an den Lampen und sogar auf den Untersetzern ist es zu finden. "Zu unserer Philosophie gehört das passende Ambiente genau so wie die Unterhaltung", so Francesco Gammuto. Mit Blick auf den Catwalk mixt der Stylist die Colorationen fast wie am DJ-Pult. Und auch die Beauty-Plätze sind bewusst mobil gehalten, um den Eindruck, man befinde sich in London oder Paris hinter den Kulissen einer Fashion-Show noch zu untermauern. Zu jeder vollen Stunde wird Jeanette Göbel am Sonntag, 30. Juni, architekturinteressierte Besucher durch den Salon führen.

(NGZ)