Grevenbroicher soll im "Duty Free" gestohlen haben

Prozess in Düsseldorf : Grevenbroicher soll im „Duty Free“ gestohlen haben

Ein ungewöhnlicher Diebstahl beschäftigt ab Mitte Dezember die Justiz in Düsseldorf. Angeklagt ist ein 45 Jahre alter Grevenbroicher. Er soll Anfang des Jahres im Duty Free-Shop des Düsseldorfer Flughafens sowohl Parfüm als auch Uhren gestohlen haben.

Jetzt muss er sich wegen Diebstahls in einem besonders schweren Fall verantworten.

Der Grevenbroicher soll ohne Bordkarte in den Sicherheitsbereich des Flughafens gelangt sein. Zunächst soll der 45-Jährige ganz normal die Abflughalle des Airports betreten haben, von dort aus ist er Richtung Abflugterminal A marschiert. „In der Befragung durch die Polizei hat er angegeben, ohne Bordkarte durch die Sicherheitskontrolle gelangt zu sein“, berichtet Gerichtssprecher Catherine Dornscheidt. „Nach seinen Schilderungen ist er zwar durchsucht worden, aber eine Bordkarte will er nicht gehabt haben. Eine entsprechende Kontrolle sei wohl vergessen worden.“

In jedem Fall machte sich der Grevenbroicher anschließend nach Angaben der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft auf den Weg Richtung Duty Free-Shop – allerdings nicht, um zollfrei einzukaufen, sondern um zollfrei zu stehlen. Laut Anklage ließ der Mann im Bereich des Terminals A zwei Flaschen Armani-Parfüm im Wert von 200 Euro in seiner Tasche verschwinden, anschließend ließ er nach Angaben der Ermittler auch noch Uhren im Wert von knapp 700 Euro mitgehen. Danach setzte er angeblich seinen Beutezug im Duty Free-Shop im Terminal B fort. Dort steckte er Zigaretten im Wert von rund 1200 Euro ein – und ging an der Kasse vorbei, ohne zu bezahlen.

Kurze Zeit später fiel der Diebstahl allerdings auf – Mitarbeiter des Düsseldorfer Duty Free-Shops waren auf den Langfinger aus Grevenbroich aufmerksam geworden. „Sie haben die Bundespolizei informierte, die Beamten haben den Mann daraufhin festgenommen und das Diebesgut sichergestellt“, berichtet Gerichtssprecherin Dornscheidt auf Anfrage unserer Redaktion.

Jetzt im Prozess drohen dem 45 Jahre alten Grevenbroicher bis zu vier Jahre Haft. Das Schöffengericht hat für das Verfahren zunächst einen Verhandlungstag angesetzt. Demnach soll das Urteil noch am Donnerstag, 13. Dezember, verkündet werden. Prozessbeginn ist um 9 Uhr in Saal 1.109.

(mape)
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