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Grevenbroich: Grevenbroicher Schützen bauen sieben Großfackeln

Grevenbroich : Grevenbroicher Schützen bauen sieben Großfackeln

Heute in einer Woche geht's los: Mit dem Fackelzug startet das große City-Schützenfest zum Stadtjubiläum "700 Jahre plus". Seit Monaten bereiten sich die Fackelbauer auf dieses Ereignis vor. Sieben Groß-Transparente kommen aus den Werkstätten des BSV, fünf weitere werden von Nachbarvereinen gestellt.

An der größten Fackel bauen die Jägerzüge "Rösige Boschte" und "Mer stonn zesamme" gemeinsam: eine sechs Meter hohe Biene Maja. "Unser Motto steht noch nicht fest, wahrscheinlich werden wir aber den verregneten Sommer thematisieren", erklärt Michael Bayertz von den "Boschte". Auch der Jägerzug "St. Hubertus" baut an einem Fabeltier: Mit einem vier Meter hohen "Grüffelo" – das Kuschel-Monster aus dem gleichnamigen Kinderbuch – wollen die Männer um Wolfgang Klein das Stadtjubiläum aufs Korn nehmen.

Tierisch geht's auch bei den "Jröne Jonge" zu: Sie haben eine riesige Kakerlake gebaut. "Zunächst hatten wir noch kein Motto für diese Fackel. Erst als die NGZ über die wilden Müllkippen in der Stadt berichtete, fiel der Groschen", sagt Fackelbaubeauftragter Willi Peitz. Jetzt reimen die "Jonge": "Grevenbroichs Müllberge – eine Pracht, die uns Kakerlaken Freude macht."

Trotz des Termindrucks: Der Königszug "Volle Boschte" um Axel Holzhausen baut gleich zwei Fackeln: Eine riesige Geburtstagstorte für den Zug und eine Fackel mit den Emblemen aller Grevenbroicher Schützenvereine und Bruderschaften für die Edelknaben. "Das war eine Ehrensache für uns", sagt Königin Kristina Holzhausen.

Die "Noh'besch Jonge" bauen an einer Fackel für Lothar Zimmermann. Die Jäger um Rolf Haas meinen, dass der BSV-Vizepräsident mit einer eigenen Kette ausgestattet werden müsste. "Zumal er auch als ,Außenminister' ständig für den Verein auf Achse ist", sagt Haas. Dass in diesem Jahr erst in letzter Minute ein Kronprinz gefunden werden konnte, kommt den Zügen "St. Sebastian" und "Jecke Boschte" offenbar seltsam vor: Unter ihrem überdimensionalen Froschkönig stellen sie die Frage: "Lange(n) hat er sich versteckt, wessen Kuss hat ihn erweckt?"

In diesem Jahr wird es am Dienstag wieder eine Wiederholung des Fackelzuges geben. Im Vorjahr war diese ausgefallen. "Es hatte Irritationen wegen der Zugwegänderung gegeben", begründet Willi Peitz.

(NGZ)