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Grevenbroicher: Manager für Klimaschutz soll 2022 eingestellt werden

Entscheidung im Stadtrat : Manager für Klimaschutz soll 2022 eingestellt werden

Jüchen hat einen, Rommerskirchen ebenso – und bald soll auch Grevenbroich einen Klimaschutzmanager erhalten. Der Rat stellte jetzt die Weichen für eine neue Stabsstelle.

Im Rathaus soll ein Klimaschutzmanager eingestellt werden. Dafür hat sich jetzt der Stadtrat ausgesprochen. Als Dienstbeginn wurde der 1. April 2022 anvisiert, die Stelle soll auf zwei Jahre befristet werden. Voraussetzung ist eine 100-prozentige Förderung durch Bundesmittel. Die Verwaltung hat einen entsprechenden Antrag gestellt. Ein positiver Bescheid liegt zwar noch nicht vor, dennoch soll das Ausschreibungsverfahren schon mal in Gang gesetzt werden.

Gefordert wurde das Klimaschutzmanagement von SPD, Grünen und Mein Grevenbroich. „Die 2020er Jahre werden die Klimaschutz-Jahrzehnt. Wir müssen das Thema angehen“, argumentierte Stephan Grevel (SPD) im Stadtrat. Dem stimmte Dirk Schimanski (Grüne) zu. „Der Klimawandel ist eine unbestreitbare Tatsache“, meinte er mit Blick auf die Flutkastrophe an Ahr und Erft. Grevenbroich müsse seinen Beitrag leisten, die Schaffung eines Stabsstelle sei „ein großer Schritt“.

Mit Blick auf die Rhetorik seiner Vorredner bezweifelt Markus Schumacher (FDP) zwar, „dass die Menschheit untergehen wird“, dennoch sei es richtig, „mit Verstand, Ruhe und Sinnhaftigkeit“ ein Klimaschutzmanagement einzurichten – am besten in Verbindung mit der städtischen Wirtschaftsförderung. Zustimmung gab es auch von Martina Suermann (Mein Grevenbroich), die eines feststellte: „Da sich der Rat deutlich verjüngt hat, rückt der Klimaschutz mehr in den Fokus des Stadtrates, als das bisher der Fall war.“

Die Stadt erwartet für den Klimaschutzmanager eine für finanzschwache Kommunen bestimmte Bundesförderung von 50.800 Euro für 2022, 68.100 Euro für 2023 und 17.000 Euro für 2024.

(wilp )