Grevenbroicher Kunstverein: Neue Licht-Installation für den Stadtpark

Großes Jahr für den Kunstverein : Neue Licht-Installation soll den großen „Blitz“ im Stadtpark ergänzen

Die guten Nachrichten für den Grevenbroicher Kunstverein reißen nicht ab. Nachdem der Verein immer mehr Mitglieder gewinnen konnte, stehen für 2020 einige Highlights auf dem Programm.

Der Kunstverein bereitet sich auf ein außergewöhnliches Jahr vor. Zuletzt bekamen die Freunde von Schauspiel, Oper und Bildender Kunst einen starken Zulauf und wuchsen auf mehr als 300 Mitglieder an. Mit Vergnügen registrierte der Vorstand, dass viele junge Menschen beitraten. Hinzu kommt 2020 ein besonderes Engagement im Rahmen des 25. Landesgartenschau-Geburtstags. „Wir werden einige wichtige Akzente setzen“, verspricht der Vorsitzende Hans-Joachim Onkelbach.

Wenn es um die Hauptattraktion geht, mag Onkelbach sich derzeit noch nicht in die Karten gucken lassen. Am 15. Mai wird der Kunstverein der Stadt zum Gartenschau-Jubiläum ein Geschenk machen, von dem anschließend alle Bürger etwas haben sollen. Es handelt sich – so viel verrät er vorab – um eine Installation, die mit Licht zu tun hat. Sie soll das zwölf Meter hohe und zwei Tonnen schwere Kunstwerk „Permanent Lighting“ im Stadtpark ergänzen. Eine kleine Feierstunde in der Villa Erckens soll die feierliche Übergabe an die Öffentlichkeit begleiten.

Hans -Joachim Onkelbach ist Vorsitzender des Grevenbroicher Kunstvereins. Archivfoto: Salzburg. Foto: Georg Salzburg(salz)/Salzburg, Georg (salz)

Dort im Museum will der Kunstverein zudem vom 10. Mai bis zum 28. August eine große Ausstellung heimischer und regionaler Künstler organisieren. Die Einladungsbriefe an rund 70 Empfänger für die „SichtAchseKunst – Grevenbroich 2020“ seien in dieser Wochen versendet worden. Unter dem Motto der Landesgartenschau „Die Erde heilen“ sind alle Angesprochenen dazu aufgerufen, bis zum 15. März Bilder, Fotografien, Skulpturen und Objekte einzureichen. Da das Motto in Zeiten des Klimawandels noch einmal an Relevanz gewonnen hat, hofft Onkelbach auf eine rege Beteiligung. Und er appelliert schon mal vorab an alle Teilnehmer, die Formate in einem angemessenen Rahmen zu halten: „Je kleiner die Kunstwerke sind, desto mehr Künstler können berücksichtigt werden.“

Daneben will der Kunstverein wieder die Schulen ansprechen, um Heranwachsende und hiesige Künstler zusammen zu bringen. Ein erster Atelierbesuch beim Neusser Künstler Michael Kortländer im vergangenen Jahr wertet Hans-Joachim Onkelbach als Erfolg. 15 Schüler der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule besuchten Kortländer mit ihrem Kunstlehrer im Atelier und durften nicht bloß zuhören, sondern auch selbst ein kleines Kunstwerk erschaffen.

Neben diesen Aktivitäten läuft das vielseitige Programm des in den 1980er Jahren gegründeten Kunstvereins weiter. Am Freitag, 17. Januar, starten um 16.30 Uhr zwei Führungen durch die herausragende Ausstellung über Ewald Munch in der Kunstsammlung NRW. Und am Samstag, 15. Februar, steht eine Busfahrt nach Frankfurt am Main auf dem Programm. Zunächst soll die Ausstellung „Making van Gogh“ im Städelmuseum besucht werden. Nach einem Mittagsessen sind Führungen durch die neue Altstadt geplant. „Hierfür haben wir einen größeren Bus gemietet als sonst und sind derzeit ausgebucht“, sagt Onkelbach. Es haben sich mehr Interessenten gemeldet, als Plätze vorhanden sind. Ein schöneres Kompliment kann man dem Kunstverein Grevenbroich nicht machen.

(dne)