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Grevenbroicher können Patenschaften für Bäume und Grünflächen übernehmen

Engagement in Grevenbroich : Grevenbroicher können Paten für Bäume und Grünflächen werden

Für Spielplätze hat die Stadt bereits eine ganze Reihe von Paten gewonnen, die auf Anlagen nach dem Rechten sehen und auf Mängel hinweisen. Jetzt will Grevenbroich das Paten-Modell in ähnlicher Form auch auf öffentliche Grünflächen übertragen.

Ab kommendem Jahr können Grevenbroicher Patenschaften übernehmen – der Ausschuss für Landschaftspflege gab dafür einstimmig grünes Licht. Der Anstoß zu diesem Projekt kommt vom CDU-Ratsherrn Holger Günther. In den vergangenen trockenen Sommern litten etliche Stadtbäume, drohten zu vertrocknen. Die Feuerwehr rückte mit Löschfahrzeugen an, um die Pflanzen zu wässern – eine Mammutaufgabe. Auch Bürger füllten Gießkannen, um notleidenden Bäumen zu helfen. Günther dachte daran, dass aus den spontanen Aktionen etwas dauerhaftes, nachhaltiges entstehen könnte: „Es wäre schön, wenn die Stadt bestimmte Bäume und Grünflächen als Patenschaften für Bürger anbieten würde“, sagte Günther. Die CDU stellte einen Antrag.

Auch die Verwaltung hält Patenschaften für sinnvoll, „da sich bei der Vielzahl von kleineren und größeren Grünflächen Pflegemaßnahmen nur auf ein erforderliches Minimum beschränken können“, erläutert Stadtbetriebe-Vorstand Florian Herpel. Häufigere Pflegegänge seien nicht leistbar. Das gelte insbesondere für Pflanzscheiben an Bäumen.

An die Vergabe von Patenschaften sollen keine Bedingungen geknüpft werden, den Paten wird der Umfang des Engagements freigestellt. Bei geplanten Neuanpflanzungen werden die Stadtbetriebe mit Rat zur Seite stehen. Paten-Flächen sollen mit einer Tafel gekennzeichnet werden, auf Wunsch mit Namen oder Firmenbezeichnung. Unternehmen könnten so eine Patenschaft mit einer zusätzlichen Werbemaßnahme verbinden.

Anfang 2020 wollen die Stadtbetriebe die Öffentlichkeit über die Möglichkeit zur Patenschaft und dem weiteren Prozedere informieren. Den Start erst in einigen Wochen begründet Herpel mit „personellen Engpässen“, die dann zumindest teilweise behoben seien. Übrigens gibt es längst bürgerschaftliches Engagement auf öffentlichen Grünflächen: Der Förderverein für den Stadtpark etwa gestaltet die Anlage aus Landesgartenschau-Zeit neu, der Verkehrsverein hingegen ist im Ian-Hamilton-Finlay-Park aktiv.

(cso-)