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Grevenbroicher Kauzpaar Poldi und Fienchen hat Junge

Natur und Umwelt : Kleine Käuze suchen ein neues Zuhause

Kauz-Paar Poldi und Fienchen hat Nachwuchs bekommen. Die fünf jungen Eulen werden ausgewildert.

Die Niedlichkeitsfaktor ist hoch – und instinktiv würde wohl jeder gerne die süßen Geschöpfe vorsichtig aus der Voliere nehmen, um sie an sich zu drücken. Poldi und Fienchen, Grevenbroichs bekanntestes Kauz-Paar, hat Nachwuchs bekommen.

In ihrer dritten Brut sind fünf Junge geschlüpft, erzählt Falknerin Tanja Brandt. Die putzigen Kleinen heißen Svanhild, Krimhild, Giselher und Ortwin. Nur das Nesthäkchen ist nicht wie seine Geschwister nach den Nibelungen benannt, sondern heißt „Eleven“. Nicht wegen der demnächst beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft, für die es „Elf Freunde müsst ihr sein!“ heißt. Der Kauz hat amerikanische Paten.

„Alle Fünf leben mit den Eltern am Schneckenhaus“, erzählt Tanja Brandt. Sie als Kauz-Ersatz-Mama kennt ihre Küken beim Namen, „natürlich sehe ich die Unterschiede“, erklärt sie wie sich der schmale Ortwin, der zuletzt mit zwei Tagen Abstand schlüpfte, von der wohlbeleibten Krimhild und der „leicht hysterischen Svanhild“ erkennen lässt. Vor allem die Eltern seien „absolut relaxed“: Vater Poldi, sonst als Pascha aufrichtig an sich selbst und sonst an wenig anderem interessiert, „kümmert sich liebevoll“. Obwohl Mäuse nicht sein Lieblingsgericht sind, legt er brav Fienchen zur Verpflegung ebendiese Spezialität vor. „Fienchen hat beim Brüten alles gegeben“, weshalb sie die besondere Aufmerksamkeit ihres Poldis verdient habe.

Jetzt heißt es Abschied nehmen. Eleven und seine vier Freunde sollen ausgewildert werden. „Noch habe ich dafür keinen geeigneten Platz gefunden“, sagt Brandt. Die Brut aus dem Vorjahr fand mit behördlicher Genehmigung in Sachsen-Anhalt ein neues Zuhause.