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Grevenbroich: Grevenbroicher helfen hungerndem Storch

Grevenbroich : Grevenbroicher helfen hungerndem Storch

Als Norbert Wolf am Samstag von Spaziergängern angerufen wurde, man habe einen verletzten Storch entdeckt, ging er zunächst von einer Verwechslung aus. "Bringen Sie den Reiher ruhig mal vorbei", sagte er – und staunte nicht schlecht, als tatsächlich ein Weißstorch ins Schneckenhaus gebracht wurde.

Als Norbert Wolf am Samstag von Spaziergängern angerufen wurde, man habe einen verletzten Storch entdeckt, ging er zunächst von einer Verwechslung aus. "Bringen Sie den Reiher ruhig mal vorbei", sagte er — und staunte nicht schlecht, als tatsächlich ein Weißstorch ins Schneckenhaus gebracht wurde.

Die können in den vergangenen Jahren zwar wieder häufiger in NRW beobachtet werden, sind aber trotzdem noch sehr viel seltener als Reiher.

Die Spaziergänger beobachteten eine ganze Gruppe von Störchen, als ihnen ein Vogel wegen seines seltsamen Verhaltens auffiel. "Er war sehr abgemagert und hatte überhaupt keinen Fluchtreflex mehr", sagt Wolf. Im Schneckenhaus habe man den völlig entkräfteten Vogel dann sofort mit Infusionslösungen und Futter wieder auf die Beine gebracht. Inzwischen geht es dem Vogel wieder besser. "Nächste Woche verlegen wir ihn in ein nach oben hin offenes Gehege. Wenn er gesund genug ist, kann er davonfliegen; wenn nicht, bleibt er eben noch ein paar Tage bei uns", erklärt Wolf.

Von Parasiten befallen

Warum der Storch derart entkräftet ist, weiß Wolf nicht genau. "Da er aber keine äußerlichen Verletzungen hat, gehen wir davon aus, dass er von Innenparasiten befallen ist", sagt er. Die seien aber dank geeigneter Medikamente nicht gefährlich für den Storch.

(NGZ/rl)