Grevenbroicher Galerist Dirk Geuer zeigt Heinz Mack im Senegal

Dirk Geuer mit „Zero“-Künstler in Dakar: Grevenbroicher Galerist organisiert Schau von Heinz Mack im Senegal

Als kleiner Junge spielte er in der Galerie seiner Eltern an der Bergheimer Straße, inzwischen ist Dirk Geuer längst selbst als Galerist erfolgreich. Für Ausstellungen in St. Petersburg, Moskau oder Florenz ist er international unterwegs, jetzt organisierte er die aktuelle Heinz Mack-Schau in Dakar im Senegal

„Bewegung und Licht“ heißt sie und ist die erste Einzelausstellung des inzwischen 88-jährigen Bildhauers, Malers und Mitbegründers  der legendären Gruppe „Zero“ in einem afrikanischen Museum. Zur Vernissage war nicht nur der Künstler anwesend, sondern ebenso Ute Henriette Ohoven, mit der Dirk Geuer eng befreundet ist, sowie Macky Sall, der jüngst wiedergewählte Präsident Senegals. Der, so erzählt Dirk Geuer, ließ es sich nicht nehmen, die deutsche Gruppe persönlich zu begrüßen und die Ausstellung zu begutachten.

Die Schau ist ein interessantes Konzept, wie der Grevenbroicher Galerist erzählt: Arbeiten von Heinz Mack, darunter Exponate, die erstmalig präsentiert werden, korrespondieren mit Werken, die der Künstler bei seinen vielzähligen Afrika-Touren gesammelt hat. „Heinz Mack und Afrika verbindet eine lange Geschichte“, weiß Geuer, der seit 1996 beispielsweise dessen grafisches Werk betreut und weiß, wie „Farbe, Form und afrikanische Kultur Heinz Mack intuitiv inspiriert“ haben.

Seit den 1950er Jahren war der kreuz und quer auf dem  Kontinent unterwegs, seinem berühmten „Sahara-Projekt“ anno 1959 folgten Expeditionen nach Tunesien, Marokko, Ägypten, Mauretanien sowie Algerien. In den Ländern führte er sogenannte Lichtexperimente durch, drehte den vielfach ausgezeichneten Film „Tele-Mack“ und dokumentierte eine „Expedition in Künstliche Gärten“. Mitte der 60er Jahre schuf er für ein Krankenhaus in Diourbel, Senegal, eine Wasserstele namens „Wasserwände“ und die Ausstellung jetzt sei eine „Gegenüberstellung zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort“, schwärmt der Grevenbroicher. „Heinz Mack war es sehr wichtig, bei der Vernissage dabei zu sein.“

(von)
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