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Grevenbroich: Grevenbroicher CDU will jünger werden

Grevenbroich : Grevenbroicher CDU will jünger werden

Die Grevenbroicher CDU rekrutiert junge Leute, die sich 2014 für ein Ratsmandat bewerben sollen. Parteichef Norbert Gand strebt eine "Mixtur von Erfahrung und Innovation" an. Sein Ziel: Jugendliche sollen Verantwortung übernehmen.

Der Entschluss steht für Norbert Gand schon jetzt fest: Das Amt des Fraktionsvorsitzenden wird er nach der Kommunalwahl 2014 nicht mehr anstreben. Zwar möchte er für den Rat wieder kandidieren, doch die Führungsposition will er in andere Hände legen. "Ich werde dann seit sechs Jahren an der Spitze stehen – nach dieser Zeit sollte es ruhig einmal zu einem Wechsel kommen", sagt der 63-Jährige. Wer die Nachfolge antreten soll, steht laut Gand noch nicht fest: "Darüber wird entscheiden, nachdem sich die neue Fraktion gebildet hat."

Seine Position in der Partei möchte Gand allerdings behalten. Bei der CDU-Mitgliederversammlung am 8. November wird der Rechtsanwalt aus Laach seinen Hut erneut in den Ring werfen. Sein Ziel: Er möchte den Stadtverband weitere zwei Jahre als Vorsitzender leiten; einen Gegenkandidaten gibt es nicht. Obwohl an der Spitze keine Veränderungen geplant sind, soll es bei der Mitgliederversammlung dennoch zu Weichenstellungen für die Grevenbroicher Union kommen.

"Wir werden an diesem Abend einen weiteren Verjüngungs-Prozess einleiten", kündigt Norbert Gand an. Die meisten der sieben CDU-Ortsverbände haben ihre Kandidaten für die Kommunalwahl nominiert, darunter sind viele neue, vor allem junge Gesichter. Etwa Max von Borzestowski, der mit 22 Jahren erstmals in Orken kandidieren möchte. Oder Michael Reschke, der sich mit knapp 30 in der Südstadt um ein Ratsmandat bewerben will. Und Florian Merker (21) wird für den Kreistag ins Rennen geschickt. Achim Pfeiffer und André Kaiser, die mit Mitte 30 bereits alte Hasen im Rat sind, werden kandidieren, ebenso die Frauen-Riege, zu der Heike Troles oder Susanne Wasen zählen. "Natürlich wollen bewährte Kräfte wie Irmintrud Berger oder Bertram Graf von Nesselrode weitermachen und ihre Erfahrung in die Ratsarbeit einbringen", meint der Vorsitzende beispielhaft.

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"Neue Politik ist nur mit neuen Gesichtern machbar", sagt Norbert Gand, der "seine" CDU hier auf einem guten Weg sieht: "Ich stelle fest, dass bei uns zunehmend die Jugend das Heft in die Hand nimmt und Verantwortung tragen möchte." Die Union sei zwar eine Partei, die klassisch von Älteren gewählt werde, doch: "Wir müssen sehen, dass wir auch für Jugendliche attraktiv und wählbar sind", betont der Parteichef: "Daran wird gearbeitet, indem wir junge Leute in den Meinungsprozess integrieren."

Wie Gand unterstreicht, sei dies keine Taktik, sondern eine Notwendigkeit: "Es ist erforderlich, allumfassend Themen anzupacken und zu lösen. Für einen 70-Jährigen ist es schwer, sich in Problembereiche von Jugendlichen hineinzudenken." Aus diesem Grund strebe die CDU eine "Mixtur von Erfahrung von Innovation" an, mit der sie 2014 punkten möchte. Junge Themen sollen sich daher verstärkt im Wahlprogramm wiederfinden, das zum Jahreswechsel erarbeitet wird. "Schule und Jugend werden darin einen ganz entscheidenden Teil einnehmen", kündigt Gand an.

(NGZ)