Grevenbroicher Bürgermeister Krützen: VRR plant beim Bahnverkehr an der Realität vorbei

Schienenverkehr in Grevenbroich : Bürgermeister Klaus Krützen: Der VRR plant an der Realität vorbei

Auf massive Kritik aus dem Rathaus stößt die Stellungnahme des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, dass für eine durchgehende S-Bahn von Köln über Grevenbroich bis Düsseldorf aus wirtschaftlichen und verkehrlichen Gründen die „Notwendigkeit nicht erkannt werden“ könne.

„Die Aussage ist ein Armutszeugnis seitens des Verkehrsverbundes“, der VRR plane an der Realität vorbei, erklärt Bürgermeister Klaus Krützen „Vor nicht einmal zwei Wochen wurde der Abschlussbericht der Strukturkommission vorgelegt. Unsere Region steht vor enormen Umbrüchen. Um diese zu bewältigen, brauchen wir deutliche Verbesserungen in der Infrastruktur.“

Nach Ansicht des Bürgermeisters ist es dabei „ganz zentral, die Schienenverbindungen in die Großstädte zu optimieren. Wer behauptet, die Verbindung aus dem Revier nach Düsseldorf könne so bleiben, wie sie ist, hat entweder keine Ahnung oder handelt grob fahrlässig. Ich bin entsetzt“, sagt Krützen. „Die Strecke befindet sich verkehrspolitisch in der Steinzeit.“

Der VRR hatte auf realisierte Verbesserungen auf der heutigen RB 39 – mehr Fahrten und längere Züge  hingewiesen, zudem sei die Verlängerung der Bahn am Wochenende nach Düsseldorf im VRR-Nahverkehrsplan enthalten. Bürgermeister Krützen hat erst kürzlich einen Ausbau des Bahnverkehrs nach Düsseldorf gefordert. „Für viele Grevenbroicher wäre es eine enorme Verbesserung, wenn sie in engerer Taktung und direkt durchgebunden nach Düsseldorf pendeln könnten“, betont er. Es gebe inzwischen „zum Glück einen breiten politischen Konsens bei diesem Thema. Das ist am Montag in einer Zusammenkunft der Kreis- und Stadtverwaltungen und der Abgeordneten aus dem Rhein-Kreis deutlich geworden“, erklärt Krützen. „Nur der VRR mauert. Wenn die Kreispolitik den Druck erhöhen möchte, hat sie meine volle Unterstützung.“

(NGZ)
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