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Grevenbroicher Bahnhof wird saniert

Verkehr in Grevenbroich : Bahnhofsgebäude wird saniert

Mit Geld aus dem 40-Millionen-Euro-Sofortprogramm des Bundes wird das Gebäude fit gemacht. Fassade und Empfangshalle erhalten einen neuen Anstrich. Das Dach wird ebenso erneuert wie die Beleuchtung in der Halle und die Türanlage.

Das Empfangsgebäude des Bahnhofs ist zurzeit eingerüstet. Arbeiten an der Fassade laufen. Der Bahnhof ist einer von 18 in Nordrhein-Westfalen, an denen nun Erneuerungsarbeiten starten. Möglich macht dies das Sofortprogramm des Bundes, mit dem in der Pandemie Handwerksbetriebe gefördert werden sollen. Bundesweit werden 40 Millionen Euro in 167 Bahnhöfe investiert, davon fünf Millionen in NRW. Für Grevenbroich ist ein „niedriger sechsstelliger Betrag“ vorgesehen, wie ein DB-Sprecher erklärt. Laut NGZ-Information handelt es sich um rund 150.000 Euro. Auf den Fördertopf hatten Bundestagsabgeordneter Hermann Gröhe, Landtagsabgeordnete Heike Troles und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke hingewiesen.

Bei der DB Station und Service war, wie der Sprecher erläutert, geprüft worden, bei welchen Stationen Erneuerungsbedarf besteht. Grevenbroich gehört dazu. Unter anderem erhält die Fassade zum Vorplatz hin ebenso einen neuen Anstrich wie die Wände in der Empfangshalle. Doch es bleibt nicht bei Kosmetik. So stehen die Erneuerung der Türanlage und der Beleuchtung in der Empfangshalle ebenso auf der Liste wie die Erneuerung des Dachs. Laut DB ist das Ziel, dass die Arbeiten im Rahmen des Sofortprogramms bis Jahresende abgeschlossen werden.

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Die für NRW zuständige Bahn-Pressestelle betont, dass vor allem mittelständische Handwerksunternehmen die Renovierungsaufträge erhalten hätten. Firmen und Bahnreisende würden gleichermaßen vom Konjunkturpaket des Bundes profitieren. Zudem beteilige sich die Deutsche Bahn mit Eigenmitteln. Im letzten Stationsbericht des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr hatte der Bahnhof eine schlechte Beurteilung erhalten – eine „rote Ampel“. Als „nicht akzeptabel“ bewertet wurden die Kriterien Sauberkeit im Zugang und auf dem Bahnsteig sowie Graffiti.

UWG-Politiker Hubert Rütten kritisierte, dass nicht nur der Grevenbroicher, sondern auch der Gustorfer Bahnhof ertüchtigt werden müsse. Der niedrige Bahnsteig ist Anlass für Beschwerden.