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Grevenbroich - Xavier Naidoo teilt Beitrag von Möbelhändler, Staatsanwaltschaft ermittelt

Staatsanwaltschaft ermittelt : Xavier Naidoo teilt Beitrag von Grevenbroicher Möbelhändler

Die Staatsanwaltschaft prüft seit Montag, ob die Äußerungen auf der Homepage des Grevenbroicher Händlers Dominic Unger strafrechtlich von Relevanz sind. Seinen Beitrag hat auch der Sänger Xavier Naidoo geteilt, der die Pandemie wiederholt öffentlich geleugnet hat.

Die Werbung mit einem „Anti-Diskriminierungsrabatt für (Un)geimpfte“ sowie weitere Ausführungen zur Corona-Impfung, die der Allrather Möbelhändler Dominic Unger auf seiner Internetseite veröffentlicht hat, beschäftigen nun die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach. Wie Oberstaatsanwalt Lothar Gathen am Montagnachmittag auf Anfrage bestätigte, werde der Fall seit dem Mittag von der zuständigen Dezernentin geprüft. Sie geht der Frage nach, ob die Inhalte auf Ungers Homepage strafrechtlich von Relevanz sind. Aufmerksam geworden war die Staatsanwaltschaft auf den Sachverhalt durch die Anfrage eines Fernsehsenders, auch habe es bei der Polizei einen entsprechenden Vorgang gegeben.

Unger erklärt auf seiner Webseite etwa, dass er Politikern der regierenden Parteien keinen Zutritt zu seinem Geschäft gewährt – es sei denn, sie könnten nachweisen, dass sie gegen die Spaltung der Bevölkerung durch Corona-Auflagen vorgegangen sind. Ähnliches gilt bei ihm für Polizisten und Ärzte. Er schreibt zudem von einer „Pandemie des nicht schützenden Impfstoffs“ und stellt die Wirksamkeit in Frage.

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Von Impf-Skeptikern und Querdenkern erhält er im Internet Lob dafür, auch von „Prominenz“: So hat der Sänger Xavier Naidoo die Homepage des Allrather Betriebs bereits Anfang vergangener Woche auf seinem Telegram-Kanal geteilt. Naidoo ist bereits mehrfach durch seine kruden Theorien aufgefallen, gerade in Verbindung mit der Corona-Pandemie. Auch Unger dürfte mit seinen Äußerungen einen Beitrag dazu leisten, dass sich Menschen durch einen Verzicht auf die Impfung in Gefahr bringen. Viele zweifeln am Verantwortungsbewusstsein des Geschäftsmanns.

Das Kreis-Gesundheitsamt verwies nach Bekanntwerden der Unger-Äußerungen einmal mehr auf die Schutzwirkung der Impfung. Wer sich impfen lässt, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch andere, hatte Amtschefin Barbara Albrecht betont: „Ungeimpfte haben bei einer Infektion die schweren Verläufe.“

(cka)