Grevenbroich: "Windtest"-Projekt in Bangladesch

Grevenbroicher unternehmen international aufgestellt : „Windtest“-Projekt in Bangladesch

Das Unternehmen „Windtest Grevenbroich“ bereitet sich auf seinen Auftritt auf der Fachmesse „Husum Wind“ vor. Dort wollen die Neurather unter dem Motto „Here, there everywhere“ (Hier, dort, überall) ihre internationale Kompetenz in den Mittelpunkt stellen.

Aktuell setzt die Firma ein Projekt in Bangladesch um. Auf dem Dach einer Schule in der 91.000-Einwohner-Stadt Feni hat „Windtest“ ein optisches Messsystem (Lidar) installiert und abgenommen. Auf Basis der ermittelten Daten wurde ein Wind- und Ertragsgutachten für die Weltbank erstellt. Das Vorhaben ist Teil eines technischen Hilfsprojekts der Regierung von Bangladesch.

„Die Herausforderungen waren definitiv andere als bei Projekten in Deutschland oder in Europa“, sagt Eva-Maria Schmitt von „Windtest“. „Am Anfang gab es zum Beispiel Probleme mit der Netzqualität und dadurch bedingt einen Ausfall der sensiblen Messtechnik. Deswegen haben wir Lidar autark über Batterien mit Strom versorgt.“

In Luxemburg hat das Unternehmen vom Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur die Zulassung zur Durchführung technischer Forschungs- und Prüfaufgaben im Umweltbereich erhalten. Unter anderem darf „Windtest“ nun offiziell Geräuschmessungen durchführen und anerkannte Geräuschprognosen erstellen. „Dabei ist unsere Zulassung nicht etwa nur auf Windkraftanlagen beschränkt, sondern umfasst sämtliche gewerblich und industriell genutzte Anlagen, die unter den Immissionsschutz fallen“, sagt Gruppenleiter David Rode.

„In den vergangenen mehr als 20 Jahren unserer Unternehmensgeschichte haben mit mehr als 5500 internationale Projekte realisiert“, sagt „Windtest“-Geschäftsführerin Monika Kremer. Dadurch kenne sich die Firma in den unterschiedlichsten Ländern rund um den Globus mit den jeweiligen lokalen Gegebenheiten und Besonderheiten bestens aus. „Wir sind deshalb nicht nur für ausländische, sondern auch für Unternehmer aus Deutschland ein idealer Partner, wenn diese internationale Märkte erschließen wollen“, sagt Kremer.

Das Unternehmen, das mehrere Windtestfelder – unter anderem auf der Frimmersdorfer Höhe – betreibt, wurde 1996 gegründet. Seit 2014 hat die Gesellschaft, an der auch Kreis und Stadt beteiligt sind, eine Tochtergesellschaft in den USA.

(NGZ)
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