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Grevenbroich: Weitere Proteste gegen Lärm von der L116

Zu viel Verkehr, zu viel Krach : Politik soll Lösungen gegen Krach von der L116 finden

Verkehrslärm nervt Anwohner in Gustorf und Gindorf.

Der Verkehrslärm auf der Landstraße 116 beschäftigt derzeit die Ratspolitik. Und nicht nur die: Jetzt schaltet sich auch Ewald Wörmann ein. Der Vorsitzende der Senioren-Union und des CDU-Ortsverbandes Gustorf-Gindorf fordert die Vertreter aller Fraktionen auf, sich gemeinsam für eine Lösung einzusetzen, die wirksam ist. „Es wundert mich, warum unsere politischen Vertreter nicht in der Lage sind, hier an einem Strang zu ziehen“, sagt Wörmann.

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 auf 70 km/h für den kleinen Teil der freien Strecke, wie sie Mein Grevenbroich fordert, bringe seiner Ansicht nach überhaupt nichts. „Lastwagen, die bisher schon nur 80 km/h fahren durften, werden auch weiterhin mit diesem Tempo unterwegs sein“, sagt Ewald Wörmann. Sein Beispiel: Das Tempo-Limit von 30 km/h auf der Bahnstraße in der Innenstadt habe auch nichts gebracht – „die sogenannten Beschleunigungs-Rennen finden dort nach wie vor statt“.

Das Verlangen nach einer Mautpflicht auf der L 116, wie von der UWG formuliert, sei „absolut unsinnig – das weiß Ratsherr Hubert Rütten auch“, sagt Wörmann. Vor diesem Hintergrund fordert er die Fraktionen auf, sich für wirksame Lösungen einzusetzen. „Das ist nach meiner Ansicht ein Lärmschutzwall, der so angelegt werden muss, dass der Krach nicht so wie eine Woge in andere Ortsteile durchdringt.“

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Auch der Verein „Gindorf e.V.“ hat sich in seiner jüngsten Versammlung zur Landstraße 116 positioniert. Insbesondere der von der CDU vorgeschlagene dreispurige Ausbau sei für die Mitglieder indiskutabel. „Wir behalten uns vor, jedes Rechtsmittel einzusetzen, das eine weitere Lärm- und Staubbelastung für Gindorfer Bürger verhindern kann“, kündigte der Vorstand jetzt in einem Schreiben an Bürgermeister Klaus Krützen an. Es müsse zu einer Lärmreduzierung und Verkehrsberuhigung kommen.

(wilp)