Grevenbroich: Vier Südstadt-Häuser werden aufgestockt

Wohnungsbau in Grevenbroich : Vier Südstadt-Häuser werden aufgestockt

Das Wohnungsunternehmen Vonovia saniert in der Südstadt vier Wohnhäuser mit zusammen 64 Wohnungen, zudem erhalten die Gebäude eine zusätzliche Etage und Aufzug. Das Investitionsvolumen insgesamt: 3,8 Millionen Euro.  

Vier große Mehrfamilienhäuser in der Südstadt nahe der Kolpingstraße in der Südstadt sind eingerüstet, große Kräne sind bei der Arbeit. Das bundesweit tätige Wohnungsunternehmen Vonovia investiert bis Jahresende 3,8 Millionen Euro für die Sanierung und Erweiterung der aus den 60er Jahren stammenden Bauten, die ursprünglich Rheinbraun gehörten. Alle Gebäude werden um ein fünftes Geschoss aufgestockt, insgesamt entstehen zwölf zusätzliche Wohnungen. Die Mieter bleiben während des Umbaus in ihren Wohnungen. „Es gibt sicher Unannehmlichkeiten, aber die Arbeiten verlaufen so schonend wie möglich“, sagt Vonovia-Sprecherin Bettina Benner.

Bereits 2015 war die Erneuerung, damals noch unter Regie des Unternehmens Deutsche Annington, geplant. Zunächst aber stand, wie Regionalleiter Sebastian Lott erläutert, das Bebauungsplanverfahren an. Nun werden die Gebäude an der Walter-Rathenau-, Gustav-Stresemann- und Karl-Arnold-Straße kräftig umgebaut. Fassaden werden gedämmt, Treppenhäuser und Hauseingangstüren erneuert, Aufzüge eingebaut. Mit der Sanierung verschwinden die alten Kohle-Warmluftöfen, mancher Mieter erhält noch Kohle-Deputat. Zentralheizungen werden eingebaut, die Wärme liefert künftig Geothermie. Die Häuser werden sich künftig in Blau- beziehungsweise Brauntönen präsentieren.

Auch auf den Dächern tut sich viel. Jedes Gebäude erhält eine zusätzliche Etage mit drei barrierearmen Wohnungen. Platz ist auch für Terrassen. „Bei den Außenwänden arbeiten wir mit Fertigbauteilen aus Holz“, erläutert Sebastion Lott, der seit 2009 für die Gebäude zuständig ist. „In den Häusern verfügen wir bislang über Drei-Zimmer-Wohnungen mit 68 Quadratmetern. Wir möchten aber weitere Zielgruppen ansprechen.“

Deshalb würden in den obersten Etagen Zwei-Zimmer-Wohnungen geschaffen sowie „größere Drei-Zimmer-Wohnungen mit modernem Zuschnitt, etwa mit offenen Küchen“. Die Bewohner seien über den Umbau informiert worden. Auf sie kommt nach der Sanierung eine höhere monatliche Kaltmiete zu: „Wir könnten für eine durchschnittliche Wohnung über 200 Euro umlegen, aber wir setzen uns eine Grenze bei 136 Euro“, sagt Lott. Damit betrage die Kaltmiete 7,50 bis acht Euro je Quadratmeter, bei den neuen Wohnungen rund neun Euro. „Bei sozialen Härten bieten wir Gespräche an, begleiten bei der Beantragung von Wohngeld oder können die Mieterhöhung über einen längeren Zeitraum staffeln“, betont Schlott. Bislang habe es nur eine Meldung wegen eines Härtefalls gegeben. „Wir verfügen über Quartiersmanager und in Bochum Härtefallmanager. Die Bewohner können bei Problemen auf uns zukommen“, sagt Bettina Benner.

Regionalleiter Lott stellt in Grevenbroich „eine konstante bis steigende Nachfrage nach attraktivem Wohnraum“ fest, der steigende Wohnungsbedarf in Düsseldorf mache sich auch hier bemerkbar.

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