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Grevenbroich: Veterinäramt warnt vor illegalen Hunde-Importen

Nach Tollwut-Fall in Bremen : Veterinäramt warnt vor illegalen Hunde-Importen

Ein aus dem Urlaub in der Türkei mitgebrachter Hund hat für einen Tollwut-Fall in Bremen gesorgt. Das Kreisveterinäramt in Grevenbroich warnt vor diesem Hintergrund vor illegalen Hunde-Importen aus dem Ausland. Was zu beachten ist.

Nach dem Tollwut-Fall eines aus der Türkei mitgebrachten Welpen in Bremen warnt das Kreisveterinäramt in Grevenbroich vor illegalen Hunde-Importen aus dem Ausland. „Beim seriösen Kauf von Welpen müssen Wurfgeschwister, eine saubere Zuchtstätte, das dazugehörige Muttertier sowie ein Kaufvertrag mit den Daten des Hundeverkäufers vorhanden sein“, sagt Kreisoberveterinärin Annette Kern. Die Welpen müssten entwurmt, geimpft und mit Transponder versehen sein.

Eine Übergabe von Welpen ohne Zuchtstätte, ohne Vermerk von Impfung und Entwurmung, ohne Kennzeichnung per Mikrochip und ohne Kaufvertrag ist nach Ansicht des Kreises „mit hoher Wahrscheinlichkeit illegal“. Bei Auslandshunden drohe die Übertragung der Tollwut-Erkrankung auf Mensch und Tier.

Hunde aus dem EU-Ausland müssen mindestens vier Monate alt sein, bevor sie nach Deutschland einreisen können. Vierbeiner aus Drittländern sogar sieben Monate. Hunde, die ohne gültige Tollwut-Schutzimpfung nach Deutschland gebracht werden, kommen für drei Monate in Quarantäne, für deren Kosten der Tierhalter aufkommen muss. Außerdem droht ein Bußgeld.

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Das Veterinäramt empfiehlt eine reguläre Tollwut-Impfung von Hunden. Zwar hat Deutschland seit 2008 keine eigenen Tollwut-Fälle mehr zu verzeichnen, durch den regen illegalen Handel sind jedoch Infektionen nicht ausgeschlossen. Das zeigt der aktuelle Fall in Bremen. Am 15. September war dort bei einem acht Wochen alten Welpen, der während einer Urlaubsreise aus der Türkei mitgenommen worden war, die Tollwut festgestellt worden. Der erkrankte Hund wurde in eine Tierklinik gebracht, wo er verstarb.

(NGZ)