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Grevenbroich: Verkehrsverein will Ettl-Rad sanieren

Verkehrsverein Grevenbroich plant Sanierung : Das Ettl-Rad soll vor dem Rost bewahrt werden

Verkehrsverein hat jetzt den Zustand des großen Kunstwerks auf der Mäanderinsel dokumentiert. Eine Sanierung ist geplant.

Die Mitglieder des Verkehrsvereins haben sich ein großes Ziel auf die Fahnen geschrieben: Sie wollen das Ettl-Rad – eines der Wahrzeichen der Landesgartenschau 1995 – wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzen. Das große, mit den Jahren verblasste Kunstwerk soll neu gestrichen werden, und zwar in dem Rot, in dem es einst leuchtete. Vorsitzender Walter Flöck hat aktuell den Zustand der Plastik fotografisch dokumentiert – und weiß jetzt eines: „Das wird eine recht teure Aktion.“

Von der großen Stahlskulptur, die von dem Viersener Künstler Georg Ettl (1940–2014) für die Mäanderinsel geschaffen wurde, war bis vor kurzem kaum mehr etwas zu sehen. Bäume und Sträucher waren so hoch gewuchert, dass nur noch einer der sechs Köpfe am „Schaufelrad“ zu sehen war. „Mittlerweile ist der gesamte Bereich aber gerodet worden, so dass wieder freier Blick herrscht“, schildert Flöck. Der Vorsitzende ist jetzt durch die Furt des für die Landesgartenschau wieder reaktivierten Alterftarmes gewatet, um sich auf der Insel über den Zustand des Kunstwerks zu informieren.

Bis vor kurzem war das Ettl-Rad noch von Gestrüpp überwuchert. Mittlerweile ist es freigeschnitten worden. Nur der Baum stört noch. Foto: Walter Flöck

„An vielen Stellen ist die Farbe abgeblättert, so dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis das Kunstwerk rostet“, berichtet Walter Flöck. Zudem habe sich auf manchen Flächen bereits Moos gebildet, und auch einige kleinere Graffiti-Schmierereien seien auf dem Ettl-Rad zu sehen. „Alles in allem lässt der Zustand des Kunstwerks zu wünschen übrig“, berichtet Walter Flöck.

Abwarten, bis dass der Rost das große Kunstwerk befällt, will der Verkehrsverein nicht. „Wir haben uns die Sanierung auf die Fahnen geschrieben, und zwar bevor die Schäden noch schlimmer werden“, sagt der Vorsitzende. Einfach loslegen könne die Gemeinschaft allerdings nicht. „Wir brauchen auch Rückendeckung durch die Politik“, meint Flöck, der das Thema auf die Tagesordnung des Kulturausschusses bringen möchte.

Auch die Köpfe des Kunstwerks haben sichtbar gelitten. Foto: Walter Flöck

Der Verkehrsverein selbst könne die Sanierung nicht mit eigenen Mitteln stemmen, will aber auch nicht den Haushalt der Stadt belasten. „Wir rechnen mit einem vierstelligen Betrag, den wir über Sponsoren einholen möchten“, berichtet Walter Flöck. „Der Lions Club hat uns bereits seine Unterstützung zugesagt.“ Weitere Geldgeber seien willkommen.

Für den Verkehrsverein sei das Sanierungsprojekt eine Herzensangelegenheit, sagt Flöck – „weil es sich wohl um das bekannteste Grevenbroicher Kunstwerk handelt“. Den erforderlichen Farbton haben die Aktiven bereits ermittelt: Signalrot – oder wie der Maler sagt – RAL 3001.