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Grevenbroich: Verkehrsexperten packen Kreuzungen bei Wevelinghoven an

Probleme durch Stau in Grevenbroich : Verkehrsexperten packen „Anbindungs-Öhrchen“ an

Bei Wevelinghoven wird in den nächsten Jahren viel gebaut. Anwohner fürchten Verkehrsprobleme. An zwei Stellen sieht ein Gutachter dringenden Handlungsbedarf.

Das neue Logistikzentrum von Intersnack, das neue XXL-Lidl-Lager, der geplante Post-Stützpunkt neben der neuen Feuerwache – und dann noch das Neubaugebiet „An Mevissen“: Bewohner in Wevelinghoven fürchten, dass künftig erhebliche Verkehrsbelastungen auf sie zukommen. Mit wie viel zusätzlichem Verkehr wird in den nächsten Jahren bei beziehungsweise in Wevelinghoven zu rechnen sein? Diese Frage treibt einige um. Untrennbar verbunden ist damit die Frage, über welche Routen der Verkehr abfließen soll. Immer wieder im Gespräch war auch eine direkte Anbindung des Baugebiets „An Mevissen“ an die Wevelinghovener Straße (K 10).

Wie der Verkehrsgutachter Stefan Sommer den Planungspolitikern in Grevenbroich nun darlegte, würde eine Anbindung an die K 10 mit Kosten von rund 1,5 Millionen Euro zu Buche schlagen, obwohl ein verhältnismäßig geringer Effekt erzielt werden könne. Sommer schnitt in einem Vortrag, den er am Donnerstagabend im Bernardussaal hielt, einige Punkte an, die mit der Entwicklung der Verkehrsströme bei Wevelinghoven verknüpft sind. So ging es auch um zwei problematische Punkte, an denen „Anbindungs-Öhrchen“ andocken: Als „unbedingt behandlungsbedürftig“ bezeichnete Sommer etwa den Bereich zwischen dem Kreisverkehr bei McDonald’s und der Zufahrt zur Wevelinghovener Straße/K 10. „Linksabbieger müssen dort zu lang warten“, sagte der Verkehrsexperte.

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Gemeint sind damit Fahrer, die den Kreisverkehr verlassen und an der T-Kreuzung nach links in Richtung Noithausen abbiegen wollen. In den vergangenen Jahren ist es an dem Punkt auch zu Unfällen gekommen. Der Verkehr „knubbelt“ sich dort insbesondere in den Nachmittags- und Abendstunden, wie Zählungen ergeben haben. Durch den Lkw-Verkehr vom Intersnack-Zentrum sei mit einer Verschärfung der Situation zu rechnen. Handlungsbedarf sieht Sommer auch einige Hundert Meter weiter nordöstlich – an dem „Öhrchen“, das der Zehntstraße Anschluss an die L 361 gewährt. Dort könnte der Verkehr bald mit einer Ampel geregelt werden. Gespräche mit Straßen NRW und dem Land hätten bereits stattgefunden.

(cka)