Grevenbroich: Vereinigung der RWE-Pensionäre löst sich nach fast 30 Jahren auf

Vereine in Grevenbroich : Vereinigung der RWE-Pensionäre löst sich nach fast 30 Jahren auf

Der Vorstand hatte in den vergangenen fast drei Jahrzehnten immer wieder gelungene Veranstaltungen auf die Beine gestellt.

Die vor 28 Jahren gegründete Pensionärsvereinigung des Kraftwerks Frimmersdorf hat sich aufgelöst. Denn bei der jüngsten Jahreshauptversammlung fand sich niemand, der ein Vorstandsamt übernehmen wollter. Das Vereinsvermögen von 4800 Euro wurde am Montag zu gleichen Teilen an vier karitative Organisationen aus dem Stadtgebiet verteilt.

Der bisherige Vorsitzende Willi Spieß und sein Stellvertreter Wolfgang Kellerhoff übergaben das Geld an die Vertreter der Existenzhilfe, der Jona-Hospizbewegung, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der Deutschordens Jugend- und Familienhilfe. „Damit geht eine Ära zu Ende“, sagte Spieß mit Blick auf die 1991 ins Leben gerufene Pensionärsvereinigung.

Der Vorstand hatte in den vergangenen fast drei Jahrzehnten immer wieder gelungene Veranstaltungen auf die Beine gestellt. „Unsere Frühlings- und Herbstfeste waren für viele stets ein Höhepunkt des Jahres“, sagt Schriftführer Albert Lemke (84). Bekannte Musiker, Artisten und Comedians wurden engagiert, um  unter den ehemaligen Mitarbeitern des Kraftwerks für gute Laune zu sorgen. „Natürlich waren auch immer die Partner unserer Ruheständler eingeladen“, sagt Lemke. Jedes Fest endete mit einem reichhaltigen Buffet und einem gemütlichen Abend, an dem Erinnerungen ausgetauscht werden konnten.

In Spitzenzeiten hatte die Pensionärsvereinigung mehr als 600 Mitglieder, die sich viele Jahre in der Frimmersdorfer Erfthalle trafen, um dort ausgelassen zu feiern. Nach der Schließung des großen Veranstaltungssaals siedelte der Verein um, verlegte seine Veranstaltungen in die Festzelte der Elfgener und Gustorfer Bürgerschützen. „Nachdem sich die Mitgliederzahl halbiert hatte, reichte das Haus Neurath aus“, schildert Lemke.

Gerne hätte der Vorstand die Pensionärsvereinigung weiterhin aufrecht erhalten – doch: „Wir sind mittlerweile zu alt dafür“, sagt Albert Lemke. „Manche von uns machen das ja jetzt schon seit gut 20 Jahren.“ Allerdings hätte sich bei der Jahreshauptversammlung niemand für ein Vorstandsamt gefunden – „die Vereinigung ist somit handlungsunfähig und muss laut Satzung aufgelöst werden.“ Das Vermögen – auch das schreiben die Statuten vor – muss an karitative Einrichtungen übergeben werden.

Ihr akribisch geführtes Protokollbuch – das auch die Veranstaltungen der vergangenen 28 Jahre in Erinnerung ruft – wollen die ehemaligen Vorstandsmitglieder an das RWE-Archiv weiterleiten.