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Grevenbroich: Verein erinnert an alte Burg in Wevelinghoven

Hinweistafeln in Grevenbroich : Verein erinnert an die Burg im Bend

Die Motte am Klosterweg ist vermutlich eines der ältesten Bestandteile der Gartenstadt. Künftig weisen Tafeln auf die alte Motte am Klosterweg in Wevelinghoven hin. Damit soll sie wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden.

Die Motte am Klosterweg ist vermutlich eines der ältesten Bestandteile der Gartenstadt. Der Verein „Historisches Wevelinghoven“ hat sich vorgenommen, die ehemalige Niederungsburg wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zur rücken. Das soll durch Hinweistafeln geschehen, die in Kürze angebracht werden.

Der Hügel in Sichtweite der katholischen Kirche war einst Standort der Burg. Wann sie gebaut wurde, ist nicht bekannt. „Urkundlich wurde Wevelinghoven im Jahr 1096 erstmals erwähnt. Die Motte im Zubend war zu dieser Zeit wahrscheinlich bereits da“, sagt Nikolai Dohmen vom Verein „Historisches Wevelinghoven“. Der etwa 35 Meter breite und acht Meter hohe Rundhügel ist in der Denkmalliste der Stadt verzeichnet, bis heute ist das Gelände aber noch nicht archäologisch untersucht worden.

Angeblich wurde die Burg im Kölnischen Krieg 1584 zerstört und danach nicht wieder aufgebaut. Schon auf der Darstellung der Schlacht bei Wevelinghoven von 1648 fehlt sie. Wohl aber sind auf einer Karte der Herrschaft Wevelinghoven von 1782 ihre Überreste vermerkt. Dort war der Sitz der Herren von Wevelinghoven, die zum alten Adel gehörten. Sie sind erstmalig 1075 und danach lückenlos von 1138 bis zum Aussterben der Familie (1450) bezeugt.

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Der 2005 gegründete Verein „Historisches Wevelinghoven“ hat sich das Erinnern, Markieren und Vernetzen auf seine Fahnen geschrieben. „In den einer unserer ersten Aktionen haben wir an das alte Pastorat erinnert“, sagt Nikolai Dohmen. „Mit der zum Glück später folgenden denkmalpflegerischen Sicherung ist das geschichtsträchtige Haus nun markiert und wird sogar vernetzt mit dem im Bau befindlichen Pfarrzentrum St. Martinus.“ Damit sei das Motto des Vereins  mit dem Projekt uns seiner jüngeren Entwicklung prägnant dokumentiert.

Die in Sichtweite zum alten Pastorat liegende Motte fordere zur Erinnerung und Markierung geradezu heraus. „Damit haben wir uns in der zurückliegenden Zeit beschäftigt. Mit eigenen Recherchen, Exkursionen und Vorträgen wurde an die Motte und damit an die Wevelinghovener Ortsgeschichte erinnert.“

Als nächstes folgen die Hinweistafeln, die im Rahmen des Maimarktes vorgestellt werden. Am Sonntag, 19. Mai, 12.30 Uhr, werden sie an der Erftbrücke beim Martinusstift am Klosterweg vorgestellt.