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Grevenbroich Verbraucherzentrale lobt den Härtegrad

Das Grevenbroicher Wasser : Verbraucherzentrale lobt den Härtegrad

Der Nachteil des Grevenbroicher Trinkwassers: Kalkspuren an Kacheln, Bad- und Küchenarmaturen.

Nach Auskunft von Philip Heldt von der Verbraucherzentrale NRW ist hartes Wasser gesünder als weiches Wasser. Die Härte des Wassers ist abhängig vom Gehalt der Calcium- und Magnesium-Verbindungen. Sie entsteht, indem Calcium und Magnesium sich mit dem im Wasser gelösten Kohlendioxid verbinden. Bei 0 bis 7 Grad deutscher Härte (dH) Härtebereich I spricht man von weichem, bei 14 bis 21 Grad dH Härtebereich III von hartem Wasser.


Reinigung Für Waschmaschinen ist hartes Wasser kein Problem. Alle modernen Waschmittel geben auf den Verpackungen Dosierhinweise für die Anwender. Wer diese Hinweise beachtet und richtig dosiert, fügt der Waschlauge genug Enthärter hinzu. Wasserkocher oder Kaffeemaschinen lassen sich problemlos mit verdünnter Zitronensäure entkalken. Auf Fliesen und Armaturen kann hartes Wasser zwar Spuren hinterlassen, die aber bei einer Reinigung mit Essigwasser schnell wieder verschwinden.

Vom Betrieb eigener Wasserbehandlungsanlagen rät die Verbraucherzentrale NRW ab. „Einzig sinnvolle und vorgeschriebene Ausnahme ist der Partikelfilter am Hausanschluss der Wasserleitung neben der Wasseruhr. Er schützt die Wasserrohre im Haus vor Rostpartikeln“, sagt Philip Heldt. Dieser Filter muss jedoch regelmäßig gespült oder gewechselt werden. Den Einbau sollten nur Installationsfirmen mit der Genehmigung des Wasserversorgers vornehmen.


Kalkschutzgeräte Die so genannte „physikalische Wasserbehandlung“ für Ein- und Zweifamilienhäuser hat allein das Ziel, das Wasser zu enthärten. Ohne chemische Zusätze und ohne Veränderung der Zusammensetzung des Wassers soll sie verhindern, dass sich Calcium und Magnesium   absetzen. Nachteile: Geräte ohne DVGW-Prüfzeichen (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches) sind häufig wirkungslos. „Wirksam sind bisher nur Modelle, die auf dem Prinzip der ,Impfkristallbildung’ beruhen. Magnetismus, Induktion und Elektrostatik vermindern die Kalkablagerung nicht“, sagt Philip Heldt. Anschaffung, Einbau und Wartung seien aber teuer. Die Verbraucherzentrale warnt: Nicht gewartete Filter geben die Stoffe unkontrolliert ab.

(dne)