Grevenbroich: UWG will Kreuzung in Neuenhausen entschärfen.

Unfälle in Neuenhausen : UWG will gefährliche Kreuzung entschärfen

Auf der Haupt- und Willibrordusstraße kommt es immer wieder zu Unfällen. Die UWG fordert ein Verkehrskonzept von der Stadt.

Die UWG-Ratsfraktion hat einen Antrag eingereicht, der vor allem Neuenhausener interessieren dürfte. Dieser lautet: „Der Rat beauftragt die Verwaltung, ein Konzept zur Lösung der Verkehrssituation in Neuenhausen im Bereich Hauptstraße/Wilbrordusstraße zu erstellen und umzusetzen.“ Das erhöhte Verkehrsaufkommen und die Parksituation führen dort immer wieder zu gefährlichen Situationen. „Da sind Probleme programmiert“, sagt Rolf Göckmann, stellvertretender UWG-Fraktionsvorsitzender, im Gespräch mit unserer Redaktion und fordert: „Es muss sich konzeptionell etwas tun, um dem Abhilfe zu schaffen.“

Zwei Probleme hat die UWG ausgemacht. Das erste betrifft die Bäckerei an der ausladend gestalteten Kreuzung ohne Ampeln. „Die Fahrzeuge parken teilweise bis in den Kreuzungsbereich hinein auf der Straße, um die Bäckerei zu besuchen“, berichtet Göckmann, der die Strecke selbst täglich fährt. Das ist nicht erlaubt, von Kreuzungen sind mindestens fünf Meter Abstand zu halten. Aber das Unrechtsbewusstsein der Leute sei in diesem Fall nicht sehr ausgeprägt – „sie springen ja ,nur mal eben’ in die Bäckerei“, kritisiert Göckmann. In knapp 200 Meter Entfernung liegt der Schützenplatz, den nutzte aber kaum jemand zum Parken.

Ebenfalls problematisch sei die Hauptstraße im Bereich des Kiosk. „Dort wird durchgängig auf einer Fahrbahnseite geparkt“, berichtet Göckmann. Durch Liefer- und Busverkehr werde das „Vorbeischlängeln“ an den parkenden Autos noch weiter erschwert.

Anlass für den Antrag sind Unfälle, die sich in dem Bereich immer wieder ereignen – zuletzt am vergangenen Donnerstag. „Wir haben selbst keine Patentlösung parat, aber wir brauchen Fachleute, die Ahnung von Verkehrslenkung haben und sich damit beschäftigen“, fordert Göckmann. Der Antrag wird voraussichtlich in der nächsten Ratssitzung am 12. Juli in den entsprechenden Fachausschuss verwiesen.

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