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Grevenbroich und Carsharing: NEWbietet Elektrofahrzeuge an

Mobilität in Grevenbroich : Carsharing – Versorger NEW bietet Elektrofahrzeuge an

Das Unternehmen bietet im Großraum Mönchengladbach längst ein erfolgreiches Modell an. Es könnte für Grevenbroich übernommen werden.

In den sozialen Medien sind die Berichte der NGZ über das Ende des Carsharings in Grevenbroich vielfach mit Erstaunen kommentiert worden. Häufigster Satz dabei war dieser: „Dass man hier Autos teilen kann, habe ich gar nicht gewusst.“ Derzeit ist Bürgermeister Klaus Krützen nach eigenen Angaben auf der Suche nach einer Nachfolgelösung. Die FDP im Rat hat ebenfalls dazu einen Antrag gestellt. Währenddessen zieht das Versorgungsunternehmen NEW ein positives Fazit seines Car-Sharing Angebots namens „Whessy“ im Großraum Mönchengladbach. Dort erfreuten sich 21 Elektroautos und 40 E-Roller vor allem bei jüngeren Nutzern einer großen Beliebtheit, erklärt Sprecherin Daniela Veugelers auf Nachfrage.

Der Begriff Wheesy setzt sich aus den englischen Worten „Wheel“ (Reifen) und „Easy“ (einfach) zusammen. Das von der NEW konzipierte System ruht auf zwei Säulen. Zum einen biete die NEW lokalen Unternehmen und Kommunen die Möglichkeit, ihren Fuhrpark intelligent zu managen. Darüber hinaus werde den Bürgern ein Carsharing-Angebot zur Verfügung gestellt. Hier habe man verschiedene Geschäftsmodelle im Angebot. Im Raum Mönchengladbach sind überwiegend Elektrofahrzeuge im Einsatz, die von den Nutzern jeweils zu einem Standort zurückgebracht werden müssen. Diese Fahrzeuge seien eine Ergänzung zum öffentlichen Personennahverkehr.

Im Raum Mönchengladbach sind drei Fahrzeug-Klassen für Wheesy im Einsatz. Ein Smart ForFour kostet mindestens 8,90 Euro für 60 Minuten, für einen BMW i3 müssen 10,90 Euro pro Stunde und für einen BMW 225XE 12,90 Euro pro Stunde bezahlt werden. Jeweils seien 250 Kilometer inklusive. Es gebe weder eine Anmeldegebühr noch eine Monatspauschale, teilt die NEW mit. Für die Elektroroller werden ein Euro Startgebühr und 19 Cent pro gefahrener Minute verlangt. Wird der Elektroroller an der Eisdiele kurz abgestellt, werden 10 Cent pro Minute fällig. Für ein 24-stündige Nutzung eines Elektroroller nimmt Wheesy maximal 29 Euro und bezeichnet dies als „Kostenbremse“.

Nach Angaben von NEW-Sprecherin Daniela Veugelers gibt es keinerlei Mindestanforderungen des Carsharing-Anbieters an Städte, die dieses System nutzen wollen. Sowohl in punkto Einwohnerzahl – und damit möglicher Kunden – als auch bei der Größe und Ausdehnung des Stadtgebiets sei man völlig offen.