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Grevenbroich: Trockenheit sorgt für Brandgefahr

Feuerwehr in Grevenbroich warnt : Trockenheit sorgt für Brandgefahr

Die Feuerwehr Grevenbroich bittet die Bürger, achtsam im Freien zu sein und verdächtigen Rauch zu melden. Die Einsatzkräfte verfügen über Tanklöschzüge mit bis zu 4000 Litern Wasser.

Zu den sogenannten „geplanten überörtlichen Hilfeleistungen“ der Feuerwehren gehört auch der Einsatz der Feuerwehr Grevenbroich beim großen Waldbrand im Naturschutzgebiet Meinweg. Auch am Freitag rückten wieder zehn Feuerwehrleute aus Grevenbroich als Teil der Hilfstruppe aus dem Rhein-Kreis-Neuss zu Waldbrandbekämpfung an der niederländischen Grenze aus, nachdem sie auch schon in den Tagen seit Dienstag dort tätig waren.

Die Bekämpfung von Waldbränden in Trockenzeiten ist für die Wehr in Grevenbroich sicherlich kein Alltagsgeschehen. Eher sind es Gestrüpp-, Wiesen- und Feldbrände, zu der die Wehr ausrücken muss. Dafür sind die rund 260 aktiven Einsatzkräfte, wozu 50 hauptamtliche und mehr als 200 ehrenamtliche Feuerwehrleute gehören, bestens gerüstet, wie Thomas Kuhn vom Presseteam der Feuerwehr Grevenbroich versichert. Mehr als 40 Fahrzeuge, vom Transportwagen über Tanklöschfahrzeuge mit 2000 bis 4000 Litern im Wassertank bis hin zur Drehleiter stehen den acht ehrenamtlichen und der hauptamtlichen Einheit zur Verfügung. In fast allen Löschfahrzeugen gebe es Wassertanks. So könne bei einem Einsatz sofort mit der Löscharbeit begonnen werden. In den vergangenen beiden Jahren lagen die Einsatzzahlen für die Flächenbrände weit über dem langjährigen Durchschnitt. Die anhaltende Trockenheit führte 2018 zu 57 und 2019 zu 31 Einsätzen, bei denen brennendes Gestrüpp, Brände auf Feldern oder Wiesen gelöscht werden mussten.

In diesem Jahr könnte es wegen der Trockenheit ähnlich werden. Häufig sei die Ursache für die Feuer in der freien Natur nicht zu klären, meint Kuhn. „Oft ist es menschliche Unachtsamkeit oder gar Blödsinn, die zu den Bränden führen.“ Die weggeworfene Zigarettenkippe oder das Streichholz können ebenso verheerende Wirkung haben wie eine leere Flasche oder Glasscherben, die als Brennglas dienen. „Und auch auf ausgetrockneten Böden geparkte PKW können Feuer verursachen. Die Hitze der Katalysatoren und der Motoren kann trockenes Gras sehr schnell entzünden“, weiß Kuhn. Er appelliert an die Bürger, achtsam zu sein und ruhig die Wehr zu alarmieren, wenn sie verdächtige Rauchwolken im Feld oder in der Nähe von Gestrüpp erkennen.  Sorge, deswegen zur Kasse gebeten zu werden, zerstreut Kuhn: „Anrufe im wohlmeinenden Sinne sind immer kostenfrei.“