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Grevenbroich: Theatergruppe „no.name“ denkt über neue Konzepte nach

Jugendtheater in Grevenbroich : Ensemble „No.Name“ denkt über neue Theater-Konzepte nach

Das Jugendtheater heißt „No Name“. Und leidet derzeit doppelt: Durch die Corona-Auflage konnte das neue Stück nicht auf die Bühne gebracht werden. Und für die kommende Theatersaison ist unklar, wie viele Schauspieler noch mitmachen.

Die Corona-Pandemie hat die Jugendtheatergruppe No.Name kurz vor der Premiere ihres zehnten Theaterstückes „Zettland“ kalt erwischt. Im März musste die Gruppe den Spiel- und Probenbetrieb einstellen.

Die Wiederaufnahme ist aber nicht die einzige Herausforderung. Die Zahl der Jung-Schauspieler sinkt. In den Sommerferien wollen sich die Spielleiter Marius Panitz und Werner Alderath mit allen Beteiligten zusammensetzen, über die Zukunft nachdenken – etwa über die Öffnung für andere Altersgruppen. „Von der Bildfläche verschwinden werden wir nicht. Dazu haben wir einfach viel zu viele großartige Ideen in der Schublade“, versichert Alderath.

Die Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie seien richtig, „doch stellen sie uns – wie alle Kulturbetriebe – vor enorme Herausforderungen“, erklärt er. Zwar dürften Theater unter strengen Auflagen wieder öffnen, „doch für uns kommt das nicht in Frage, da unsere Saison an das Schuljahr gekoppelt ist. Da in drei Wochen bereits die Sommerferien starten, müssen wir die Spielsaison vorzeitig beenden.“ Obwohl das Stück fertig ist, seien nach der langen Pause einige Proben nötig. Ob No.Name im nächsten Schuljahr nahtlos an das aktuell erarbeitete Stück anschließen und es auf die Bühne bringen kann, steht noch nicht fest. So bereitet die Zahl der bereitstehenden jungen Schauspieler Sorge: In dieser Saison „hätten wir lediglich mit drei gespielt, bei denen wir nicht mit Gewissheit sagen können, ob sie auch im nächsten Jahr dabei sind, da einige von ihnen ihren Schulabschluss machen“, sagt Panitz. „Seit mehreren Jahren beobachten wir rückläufige Zahlen bei Schauspielern und Jugendlichen, die interessiert sind am Jugendtheater“, ergänzt Alderath. Mit aktuell drei Schauspielern sei „ein historischer Tiefstand“ erreicht, „der uns dazu zwingt, uns Gedanken zu machen, ob das Konzept für No.Name nicht überarbeitet werden muss“.

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Eine Überlegung ist, die Gruppe für ältere Schauspiel-Interessierte zu öffnen, eine Art Bürgerbühne in Grevenbroich zu etablieren und die Arbeit auf Kurzprojekte zu fokussieren. So soll ohne Altersgrenze allen Theaterbegeisterten die Möglichkeit zum Schritt auf die Bühne gegeben werden.

Auf ihrem Instagram-Kanal erinnert die Gruppe, die in dieser Saison eigentlich ihren zehnten Geburtstag feiern wollte, mit Szenen- und Backstage-Fotos sowie Video-Streams alter Stücke an die Entwicklung des Ensembles. Eine Feier soll es auf jeden Fall geben – wenn es sein müsse, im elften Jahr.

(NGZ)