Grevenbroich: Templer wollen Brücken bauen zwischen den Kulturen

Bernhardis-Vesper im Kloster Langwaden : Templer wollen Brücken bauen zwischen Religionen und Kulturen

Die Ritter und Damen des Templerordens kamen zur Bernhardis-Vesper im Zisterzienserkloster Langwaden zusammen.

Jedes Jahr ist es ein feierlicher wie freudiger Anlass, wenn die Ritter und Damen des Templerordens ihre ökumenische Bernhardis-Vesper im Zisterzienserkloster Langwaden feiern. Erstmals flossen die Traditionen beider dabei zusammen. „Die Vesper feiern wir gemeinsam mit den Ordensbrüdern des Zisterzienserordens“, sagt Gerd G. Schwager, Großprior des Ordens. Als solcher steht er allen zwölf Komtureien, die es in Deutschland gibt, vor. Nach dem Gottesdienst, in dem die Halskreuze zweier Ordensmitglieder gesegnet wurden, trafen sich die Templer im großen Saal des Klosters zu einem mehrgängigen Menü.

Das offizielle Programm wurde absichtlich kurz gehalten. Nach einer Begrüßung der Anwesenden durch Gerd Schwager standen die Auszeichnungen und Beförderungen im Mittelpunkt. Jo Brüggemann wurde zum Großoffizier erhoben. Lars Wiechmann ist nun Ritterkommandeur, Jutta Funk Ritterkommandeurin. „Bei uns haben Männer und Frauen dieselben Rechte und Pflichten“, betonte Schwager. Michael Hommes trägt jetzt das Großkreuz, den höchsten Ordensrang des Templerordens. Zudem wurde Bruce Yao Dodji für seinen Einsatz in Niger, Tambogori geehrt. Dort beteiligt er sich an einem Brunnenprojekt, hat geholfen, 100 Mangobäume anzupflanzen und unterstützt Projekte für Waisenkinder. Pater Bruno bekamm die Ehrenplatte aus Metall mit Schutzpatronin, der Jungfrau Maria.

Der Pro Merito, der höchste Orden der Templer, konnte nicht vor Ort verliehen werden, da der evangelische Militärgeistliche Matthias Heimer derzeit im Ausland weilt. Heimer wurde im August 2010 durch das Bundesministerium der Verteidigung zum Leiter des Evangelischen Kirchenamtes für die Bundeswehr in Berlin mit der Amtsbezeichnung Militärgeneraldekan ernannt. Als solcher leitet er seitdem die Durchführung der Evangelischen Militärseelsorge in Deutschland. „Damit leistet er einen wichtigen Beitrag, den wir würdigen wollen“, sagt Schwager und verweist auf die Zielsetzung des Templerordens, der in Deutschland 120 Ritter und Damen sowie 500 Postulanten, also Anwärter, zählt: „Unsere Zielsetzungen schließen die internationale Förderung der interkulturellen und interreligiösen Kontakte und der weltweiten Netze mit ein, um zu helfen, Brücken der Brüderlichkeit zwischen Religionen, Kulturen und Nationen zu bauen.“