1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Südstadt-Jugendtreff St. Josef ist bereit für Öffnung

Jugendarbeit in Grevenbroich : Südstadt-Jugendtreff St. Josef ist bereit für die Öffnung

Das GoT wartet auf grünes Licht vom Jugendamt und plant bereits die Ferienfreizeit in kleinerem Rahmen. Viele Angebote soll es nach einer Öffnung wieder geben – allerdings mit den neuen Abstandsregeln.

GoT steht für „Ganz offene Tür“, doch die gibt es im Jugendtreff St. Josef schon seit vielen Wochen nicht. Wegen der Corona-Pandemie musste auch das GoT in der Südstadt schließen. Christoph Bongers und sein Team bereiten aber die Wiederöffnung vor, auch wenn der Starttermin noch nicht feststeht. „Wir haben beim Jugendamt unser Hygienekonzept eingereicht“, berichtet Jugendtreff-Leiter Christoph Bongers. Komme von dort grünes Licht, „können wir sofort öffnen“, sagt der 46-Jährige.

Viele Kinder und Jugendliche dürfte das freuen. In den vergangenen Wochen wurde zwar zu einigen Besuchern über Instagram Kontakt gehalten. Zudem gab es Online-Angebote für Kreativ-Arbeit wie Masken-Nähen und Acryl-Gießen. Doch „zu vielen Kindern und Jugendlichen haben wir derzeit keinen Kontakt. Welche Probleme es gibt, erfahren wir erst, wenn wir wieder öffnen“, sagt Bongers.

So steht noch nicht fest, was beispielsweise wochenlanger Online-Unterricht, wenige Freizeitmöglichkeiten oder Kurzarbeit für Familienangehörige für Folgen haben. Christoph Bongers hat festgestellt, dass sich auf dem Platz vor dem Haus abends mehr junge Erwachsene als sonst treffen. Klar ist, dass nach der Wiederöffnung im GoT nur ein Teil des gewohnten Angebots, und das mit Einschränkungen, laufen kann. Tanzen, Töpfern und Basteln sind etwa geplant, natürlich mit Abstand und „so weit wie möglich im Freien“ – das gilt beispielsweise für den offenen Treff im GoT.

Auch das Fitnessstudio im Haus soll wieder öffnen. „Nach unserem Konzept dürfen sich aber nur zwei Menschen zugleich darin aufhalten“, sagt der Jugendtreff-Leiter.

Auch die beliebte zweiwöchige Ferienfreizeit im Sommer wird wieder geplant, allerdings nur für 40 statt der sonst weit mehr als 100 Kinder. Am 29. Juni soll es, laut dem GoT-Konzept, los gehen. Tischtennis, Radio-Werkstatt, Ballsport – so weit möglich – stehen auf dem Programm, und diesmal auch „eine Form von Unterricht. Wir wollen etwas von dem auffangen, was in den vergangenen Monaten in Schule nicht möglich war“, erläutert Bongers. Dafür kooperiere der Jugendtreff mit der Grundschule St. Josef. Übrigens soll bei der Ferienfreizeit auch der Generationenplatz des Fördervereins Südstadt genutzt werden.

Seit Mitte April als Mitarbeiterin dabei ist Katharina Drews. Geöffnet und mit Besuchern hat sie ihren neuen Arbeitsplatz noch nicht erlebt. Die 24-Jährige aus Düsseldorf wuchs in Bornheim auf und studierte in Münster Erziehungswissenschaften.