Grevenbroich: Stadtrat arbeitet bald mit der "Mandatos"-App

Ratsarbeit soll digitaler werden : Stadtrat arbeitet bald mit der „Mandatos“-App

Stadt arbeitet an der Digitalisierung der politischen Arbeit. Auch der Bernardussaal muss fit für die Zukunft gemacht werden.

Die politische Arbeit wird digitaler. Ab der neuen Wahlperiode 2020 soll in Grevenbroich die „Mandatos“-App eingesetzt werden. Das kündigt Bürgermeister Klaus Krützen an. Über diese Anwendung werden die Ratsmitglieder ihre Sitzungsunterlagen künftig nur noch digital auf Tablet-Computer erhalten – und nicht mehr in Papierform. Das soll sowohl Kopierkosten als auch Zeit sparen.

Schon im November 2018 hatte der HFDA die Stadt beauftragt, die Voraussetzungen für eine digitale Ratsarbeit zu schaffen. Jetzt hakte FDP-Fraktionschef Markus Schumacher nach – er will wissen, was aus diesem Projekt geworden ist.

Wie Krützen mitteilt, sind die Vorbereitungen angelaufen und wurden mit dem kommunalen IT-Dienstleister, der ITK Rheinland, bereits abgestimmt. Die Stadt hat sich für ein Angebot des Salzwedeler Unternehmens Somacos entschieden, das ein aus drei Modulen bestehendes Verfahren beinhaltet – den Sitzungsdienst, das Ratsinformationssystem und die Sitzungs-App.

Parallel dazu finden laut Krützen derzeit interne Abstimmungsgespräche zur Umgestaltung des Bernardussaales statt, der fit für die digitale Ratsarbeit gemacht werden muss. Er soll zum einen mit verlässlichem Wlan ausgerüstet werden, zum anderen soll jeder Sitzplatz mit einer Steckdose ausgerüstet werden, damit mobile Endgeräte ans Stromnetz angeschlossen werden können.

Noch in diesem Jahr soll der Saal mit einer neuen Mikrofonanlage ausgestattet werden – denn: Ratsmitglieder mussten in der Vergangenheit immer wieder darum gebeten werden, ihre Tablets und Smartphones auszuschalten, da sie Störungen verursachten.

Der Bürgermeister hat eine Projektgruppe eingesetzt, die mit der „digitalen Ratsarbeit“ beschäftigt ist. Die Bediensteten würden diese Aufgabe, die mit einem straffen Zeitplan verbunden sei, neben ihrer eigentlichen Arbeit erledigen, sagt Krützen. Dies sei voraussichtlich mit Überstunden und Urlaubssperren verbunden. Die mit dem Umstieg verbundenen Kosten nennt der Bürgermeister nicht.

(wilp)
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