Grevenbroich: Stadt warnt vor Lebensgefahren im Neurather See

Unkalkulierbare Strömungen : Stadt warnt: Schwimmen im Neurather See ist gefährlich

Obwohl er bei dem heißen Sommerwetter dazu verleitet: Das Schwimmen im Neurather See ist lebensgefährlich und daher streng verboten. Darauf weist jetzt die Stadt hin. „Die unterschiedlichen Wasserschichten sorgen dort für unkalkulierbare Strömungen“, warnt Rathaussprecher Stephan Renner.

Zudem könne es durch gravierende Temperaturunterschiede zu massiven Kreislaufproblemen und Muskelkrämpfen kommen.

Das Ordnungsamt kündigt für die nächsten heißen Tage weitere verschärfte Kontrollen entlang des Ufers an. „Verstöße gegen das Badeverbot werden konsequent geahndet – mit Bußgeldern von bis zu 50 Euro“, sagt Renner. Nicht nur weil damit tödliche Gefahren verbunden sind, ist das Schwimmen im Neurather See verboten. Das Gewässer, das in einer ehemaligen Braunkohlekrube entstand, ist auch aus ökologischen Gründen streng geschützt.

„Deshalb ist beispielsweise das Grillen und Zelten dort verboten, nicht einmal Modellboote dürfen auf den See gesetzt werden“, berichtet der Rathaussprecher. Auch Angeln und Entenfüttern ist von der Stadtverwaltung strengstens untersagt worden. Mit derartigen Auflagen soll unter anderem die Vogelwelt geschützt werden, mehrere Arten brüten am See, ein Teil des Ufers ist deshalb gesperrt. Deshalb sollten Hundebesitzer dort ihre Tiere nicht freilaufen, sondern an der Leine lassen.

Nicht nur am Neurather See, sondern im gesamten Stadtgebiet werden die Mitarbeiter des Service- und Ordnungsdienstes in den nächsten Tagen darauf achten, dass im Wald und in öffentlichen Anlagen wie dem Stadtpark nicht gegrillt wird. „Das ist grundsätzlich untersagt, auch weil damit eine Brandgefahr verbunden ist“, sagt Stephan Renner. Einzige Ausnahme ist die Grillhütte im Wildgehege. Sie kann für 55 Euro gemietet werden, Kitas, Schulen und soziale Einrichtungen zahlen an Wochentagen nur 25 Euro.

(wilp)
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