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Grevenbroich: Stadt plant digitale Plattform für mehr Jugendbeteiligung

Jugendarbeit in Grevenbroich : Stadt plant digitale Plattform für mehr Jugendbeteiligung

Wie können Jugendliche mehr in kommunale Entscheidungsprozesse eingebunden werden, ihre Interessen besser artikulieren? Die Stadt will dafür eine neue Beteiligungsplattform schaffen – natürlich digital.

Christian Abels, der Fachdienstleiter für Kinder- und Jugendförderung, stellte dafür ein Konzept im Jugendhilfeausschuss vor. Den Anstoß dazu hatte die SPD mit einem schon älteren Antrag gegeben. Während Corona seien viele Jugendliche „komplett vom öffentlichen Leben ausgegrenzt“ worden.

Die Verwaltung solle ein Konzept erstellen, „um die Beteiligungsmöglichkeiten von jungen Menschen in Politik und Gesellschaft zu erhöhen“, forderte die SPD. Die Verwaltung denkt an eine „digitale, jugendgerechte“ Lösung, um ein breites Meinungsbild zu gewinnen. Dabei will sie mit einem Beratungs- und IT-Dienstleister kooperieren. Der soll nicht nur die Plattform stellen, sondern den Beteiligungsprozess mit seinem Know how begleiten und die Antworten auswerten.

Themen könnten etwa die Gestaltung der Jugendparks, die Weiterentwicklung der Spielplätze oder die Form der Jugendbeteiligung an sich sein. Laut Abels wird zudem an eine Hybrid-Lösung mit analogen Workshops gedacht. Zu den Kosten: Nach einer Anschubfinanzierung von 10.000 Euro würden jährlich 20.000 Euro anfallen.

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Vorbilder gibt es: Etwa die Stadt Monheim bietet, nicht nur Jugendlichen, ein Mitmachportal, in dem Bürger digital sich mit Ideen, Meinungen zu Projekten oder Vorschlägen zum Etat einbringen können.

Der Ausschuss begrüßte die Vorgehensweise, mit der „jungen Menschen eine Stimme gegeben wird“, wie Gina Penz (SPD) sagte. Ob die digitale Plattform als Nachfolgerin des nicht mehr bestehenden Jugendrats gedacht sei, fragte Max von Borzestowski (CDU). Nein, erklärte die Verwaltung, wohl aber könne mit der Plattform ausgelotet werden, welche Beteiligungsformen junge Menschen sich wünschen, sagte Abels. Margot Becker (FDP) fragte, warum die Stadt nicht die kostenlose Plattform auf Landesebene nutze. Diese biete nicht die Möglichkeiten, wie sie gewünscht seien, betonte Beigeordneter Florian Herpel.