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Grevenbroich: Sportlerheim am Schlossstadion in spätestens sechs Wochen fertig

Sportanlage am Alten Schloss : Angst vor Einbrechern im Vereinsheim

Der Bau des neuen Sportlerheims geht in den Endspurt. In maximal sechs Wochen soll das moderne TuS-Domizil übergeben werden. Nicht zufrieden sind die Sportler allerdings mit dem Pflegezustand des Schlossstadions.

Die Arbeiten am Sportlerheim des TuS kommen voran. In maximal sechs Wochen soll das Gebäude am Schlossstadion bezugsfertig sein, schätzt Architekt Alexander Mundt. Etwas länger wird es mit der nebenan liegenden Turnhalle dauern. Ziel ist es, das sanierte Gebäude zum Sportabzeichen-Tag am 9. September zu übergeben. Ob dieser Termin funktionieren wird, ist aber offen. Noch herrscht Baustellen-Atmosphäre in der Halle. Davon überzeugten sich jetzt die Mitglieder des Sportausschusses.

Die Kellerräume wurden neu gestaltet, im Erdgeschoss sind die Glasbaustein-Fenster gegen Fiberglas-Platten ausgetauscht worden. „Sie sind lichtdurchlässig und haben zudem einen Wärmedämm-Effekt“, sagt Mundt. Zurzeit wird an einer neuen Hallen-Lüftung gearbeitet, die dafür erforderlichen Hutzen wurden bereits montiert. Möglicherweise muss auch der Boden erneuert werden – denn: „Nachdem Betten für Flüchtlinge aufgestellt wurden, sind zahlreiche Löcher entstanden“, sagt Sportdezernent Michael Heesch. Ein Spezialist soll demnächst prüfen, ob sich eine Sanierung lohnt oder ob ein neuer Boden wirtschaftlicher ist.

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Wesentlich weiter sind die Arbeiten am Sportlerheim. Dort sind neue Sanitäranlagen, Umkleiden und Räume für die Schiedsrichter entstanden. Herzstück ist der 104 Quadratmeter große Vereinsraum mit seiner großzügigen Fensterfront in Richtung Hybridrasen. Gerade die Fenster sind es, die den Sportlern etwas Sorge bereiten. Weil es im Schlossstadion immer wieder zu Vandalismus kommt, hegt Leichtathletik-Trainer Wilfried Faßbender die Befürchtung, dass der Ausguck trotz Dreifachverglasung recht schnell zerstört werden könnte. „Wenn wir in diesen Raum einen Fernseher stellen, ist er am nächsten Tag weg“, sagt er. „Und die Fenster sind kaputt.“

Ganz unbegründet ist diese Befürchtung nicht. Aktuell wurde eines der neuen Toilettenfenster in der Turnhalle von Einbrechern geknackt. „Es wurde herausgehebelt“, sagt Michael Heesch. Um das Stadion und seine Gebäude künftig vor Zerstörungen zu bewahren, soll ein Zaun um die größtenteils offene Anlage errichtet werden. „Ob der noch 2018 oder erst 2019 kommen wird, steht noch nicht fest“, sagt Heesch.

Das neue Sportlerheim werde die Situation des TuS ordentlich verbessern, vor allem was die sanitären Anlagen betrifft, meint Wilfried Faßbender. Nicht zufrieden ist er allerdings mit dem Pflegezustand des Stadions, der werde seiner Meinung nach von der Stadt vernachlässigt. An den Stehplätzen wuchere das Unkraut, ebenso auf der Laufbahn, die mehr eine Düne als eine Sportstätte sei. „Jahrelang war Grevenbroich eine der entscheidenden Städte im Bereich des Hürdenlaufs“, erinnert der Leichtathletik-Trainer. „Das wäre auf dieser Bahn heute nicht mehr möglich – es besteht die Gefahr von Bänderrissen und Knochenbrüchen.“

Kaninchenlöcher auf dem Hybridrasen, die von den Stadtbetrieben nicht gestopft, Papierkörbe die wochenlang nicht geleert würden – „das alles scheint niemanden zu interessieren“, kritisiert Wilfried Faßbender. Zudem werde die Tribüne regelmäßig von Unbekannten heimgesucht und verdreckt, ebenso regelmäßig müssten die Sportler dort für Sauberkeit sorgen.

„Das alles sind sicherlich Kleinigkeiten“, sagt Wilfried Faßbender. „Aber sie trüben das Gesamtbild. Man hat den Eindruck, dass hier alles verrottet.“