1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: SPD-Vorstoß für Platz an der Schubertstraße

Stadtplanung in Grevenbroich : SPD will zügige Sanierung der Schubertstraße

In die Diskussion um den Platz an der Schubertstraße schaltet sich die SPD-Fraktion mit einem Vorschlag ein. Die Verwaltung soll prüfen, ob im Verbund „mit möglichen Kanalbaumaßnahmen die Sanierung der Fahrbahn beschleunigt und die Finanzierung für die Stadt und die Anlieger erträglich gestaltet werden kann“, heißt es in einem Antrag für die nächste Ratssitzung am 18. Juni.

Eine heftige Debatte um Planungskosten für den 775.000 Euro teuren Umbau des Platzes in Alt-Kapellen war im Fachausschuss entbrannt. Die Stadt teilte mit, dass für die Planung des Platz-Umbaus 29.000 Euro bereit stünden. Das sorgte für Nachfragen bei den Grünen: Warum solle jetzt Geld ausgegeben werden, obwohl gar nicht feststehe, dass die Stadt den Umbau finanziell stemmen könne? Ähnlich argumentierte die Fraktion Mein Grevenbroich. Nach der Sitzung stellten die Grünen den Antrag, den Beschluss für die Planungsmittel aufzuheben, eine Entscheidung steht noch aus. Die CDU hielt dagegen, dass die Stadt einen fertigen Plan bereit halten sollte für den Fall, dass sich Fördertöpfe öffnen.

Edmund Feuster (SPD) hatte im Ausschuss darauf hingewiesen, dass die Platzgestaltung bislang an Kosten und Anliegerbeiträgen gescheitert sei. Die SPD sieht die Möglichkeit, die Kosten für Stadt und Anlieger zu senken, wenn der Umbau mit einer Kanalbaumaßnahme abgestimmt werden könnte. „Es gibt Signale, dass mittelfristig an den Kanälen Handlungsbedarf besteht“, sagt der Kapellener Ratsherr. Bei einer Rohrsanierung durch die Gesellschaft für Wirtschaftsdienste würde die Wiederherstellung der Straße im Rahmen des Kanalprojekts finanziert. Das würde Stadtkasse und Anlieger entlasten. „Das würde die Chance bieten, dass auf der Schubertstraße endlich etwas passiert“, betont Feuster.

„Erste Priorität“ hat für ihn die Sanierung der Straße, der Zustand sei schlecht. Zudem sollten Verkehr und Parken neu geordnet werden, „dort wird wild geparkt“. Geringere Priorität hat für Feuster die Neugestaltung des Platzes. „Er ist von Georg Penker, der die Landesgartenschau gestaltet hat, entworfen worden, und meiner Meinung gelungen. Da ist nur Kosmetik nötig.“