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Grevenbroich: Spazieren am Neurather See geht nur mit Gummistiefeln

Matsch und Überflutung am Ufer : Spazierengehen am Neurather See geht nur mit Gummistiefeln

Einige der Wege am Neurather See sind seit Tagen überflutet. Die Bank am Ufer ist kaum nutzbar. Anwohner und Sachkundiger Bürger Willibert Müller ärgert sich seit Jahren darüber – eine Verbesserung gibt es bislang nicht.

Der Herbst am Neurather See könnte so schön sein, wäre das Wandern dort trockenen Fußes möglich: Seit Tagen sind einige der Wege dort überflutet. Das Wasser blockiert zum Teil auf ganzer Breite das Durchkommen. Familien mit Kinderwagen etwa haben dort keine Chance – und auch sonst ist man gut beraten, Schuhwerk zu tragen, das Wasser und Matsch abweist.

Willibert Müller stört sich seit Jahren am Zustand der Wege um das Gewässer. Er ist Anwohner und beinahe jeden Tag mit seinem Hund am See unterwegs. Immer wieder wird der Neurather von anderen Spaziergängern in seiner Funktion als sachkundiger Bürger der UWG auf das Problem am See angesprochen – nach dem Motto „Kümmer dich doch mal drum“.

Willibert Müller kann man allerdings nicht vorwerfen, untätig zu sein: Immer wieder macht er auf den Zustand der Wege aufmerksam, zuletzt hatte er im letzten Winter auf zugefrorene, extrem glatte Wasserflächen auf den Wanderwegen hingewiesen, die für Spaziergänger höchstens mit Schlittschuhen überwindbar gewesen wären. Doch seit den Wintermonaten hat sich am Zustand der so oft bemängelten Wege nichts geändert. Müller will trotzdem weiter für eine angemessene „Befestigung“ kämpfen. Sein Vorschlag: Die Wege am Neurather See könnten so angelegt werden wie die auf dem strategischen Bahndamm: „Mit feinem Splitt, der sich verdichtet“, sagt der 73-Jährige.

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Das Problem am See: Immer wieder soll es auf den Wegen etwa durch technische Probleme an der Zuleitung von Kühlwasser aus dem nahen Kraftwerk zu Überflutungen kommen. Das Wasser bleibt dann – so wie jetzt – tagelang mehrere Zentimeter hoch dort stehen. Die Probleme mit dem Überlauf würden immer wieder behoben, nicht aber die mit den Wegen, die dadurch kaum noch nutzbar sind, wie Willibert Müller berichtet. Er sieht die Stadt in der Pflicht, was die Wege betrifft. Diese hat eine Stellungnahme zur aktuellen Situation angekündigt. Zuletzt hatte es im Februar geheißen, die Wege würden regelmäßig instandgesetzt. Und dass eine Asphaltierung nicht in Frage komme, weil sie eine Barriere für Tiere darstellen könnte.

Willibert Müller hofft trotzdem auf eine Besserung. Auch für die Sitzbank am Ufer: Wer dort Platz nimmt, kann seine Füße quasi direkt im Wasser baumeln lassen, weil der Boden davor weggespült worden ist. Auch daran soll sich seit dem letzten Winter nichts geändert haben.

(cka)