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Grevenbroich: Senioren im Haus St. Martinus im "Olympia"-Wettbewerb

Seniorenheim in Grevenbroich : Bewohner im Haus St. Martinus im „Olympia“-Wettbewerb

Auf dem Plan stehen verschiedene Disziplinen, darunter auch Gewichtheben und Beachvolleyball. Wie das in dem Seniorenzentrum funktioniert.

Die Bewohner des Hauses St. Martinus hat das Olympia-Fieber gepackt: Wer die Einrichtung betritt, trifft rasch auf Bewohner, die Sport treiben. Das Seniorenhaus hat die üblichen Bewegungseinheiten anlässlich der Olympischen Spiele umgestaltet und trägt nun einen eigenen sportlichen Wettbewerb aus. Die Idee stammt von Dirk Jansen, Leiter des Sozialen Dienstes. „Ich wollte das normale Sportangebot aufpeppen und unseren Bewohnerinnen und Bewohnern Abwechslung bieten. Die Olympischen Spiele kamen da wie gerufen“, sagt der 43-Jährige.

Die Disziplinen, in denen die Senioren mit- und gegeneinander antreten, gleichen dabei denen des Originals: Von Handball über Kunstturnen bis hin zu Beachvolleyball und Synchronschwimmen ist alles vertreten. Unterstützt wird Dirk Jansen von seiner Kollegin Manuela Surlemont. Sie ist neben ihrer Tätigkeit als Betreuungskraft ausgebildete Trainerin für Reha-Sport und konnte die Vorstellungen des gelernten Pflegefachmannes fachgerecht umsetzen. „Wir haben alle Sportarten ein wenig angepasst und trotzdem genau das richtige Maß körperlicher Förderung beibehalten“, sagt die 57-Jährige.

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Nahezu alle Bewohner können sich für die Aktion begeistern und zeigen reges Interesse. Dirk Jansen hebt eines hervor: „Während der Aktivitäten kommen Menschen unterschiedlicher kognitiver Stadien zusammen. Es ist schön zu sehen, wie geduldig und respektvoll der Umgang bleibt, wenn ein Mitspieler etwas länger braucht, um zu reagieren.“ Um die Olympischen Spiele so nachhaltig wie möglich umzusetzen, nutzen die Mitarbeiter Materialien aus dem Bestand der Einrichtung. So dient beispielsweise ein Gymnastikreifen mit Wasserflaschen als Hantel beim Gewichtheben und ein großer Luftballon als Beachvolleyball. Das letzte Spiel wird am 6. August ausgetragen, danach erhalten alle Teilnehmer eine „olympische“ Urkunde. Mitarbeiter und Bewohner sind sich einig: Solche Aktionen soll es künftig häufiger geben.

(NGZ)