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Grevenbroich: Sechs Monate Corona-Pandemie aus Perspektive des Priors

Neues Buch aus dem Kloster Langwaden : Sechs Monate Pandemie aus der Perspektive von Prior Bruno Robeck

Wie er das erste halbe Jahr mit dem Coronavirus erlebte, schildert der Langwadener Prior Bruno Robeck in seinem neuen Buch. Die passenden Illustrationen lieferte Robert Jordan, der mit seiner Kamera auf „Expeditionen“ ging.

„Sechs Monate Coronazeit“ ist der Titel eines Buchs, das der Langwadener Prior Bruno Robeck jetzt gemeinsam mit dem Kurator Robert Jordan herausgegeben hat. In dem großformatigen Band sind insgesamt 27 Beiträge versammelt, die der Chef der Zisterzienser-Mönche in seiner NGZ-Kolumne „Spiritueller Zwischenruf“ veröffentlicht hat. Kunstfreund Jordan hat zu jedem Text ein passendes Foto beigesteuert.

Angefangen hat alles mit einem Schock. „Plötzlich legte ein kleines Virus den kompletten Alltag lahm – und wir begriffen, dass wir uns auf eine längere Zeit mit Corona einstellen mussten“, erinnert sich Bruno Robeck. Mit dem Beginn des Lockdowns im März setzte er sich an den Computer, schrieb seine Gedanken nieder und schickte sie an die NGZ-Redaktion. Das war der erste von mittlerweile 42 „Zwischenrufen“, die zwar ernst und nachdenklich, aber immer mit einer Prise des Berliner Humors gewürzt sind, der dem Prior zu Eigen ist.

Für das Buch hat sich Robeck bewusst auf den Zeitraum von März bis September 2020 beschränkt. „Dieses erste Corona-Halbjahr kann gewissermaßen als eine abgeschlossene Einheit betrachtet werden“, meint er. Die Texte würden jedoch nicht an Bedeutung verlieren: „Sie helfen, die Pandemiezeit aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, indem sie verschiedene spirituelle Traditionen mit den gegenwärtigen Herausforderungen verknüpfen.“

Für Robert Jordan, der Kurator für Kunstausstellungen im Kloster ist, war das Buchprojekt eine willkommene Abwechslung im schnöden Corona-Alltag. „Und es war eine Herausforderung“, meint er. Schließlich sollten thematische Texte in Bildern transportiert, von ihnen begleitet, erläutert, ergänzt oder interpretiert werden. Eine Aufgabe, die der ehemaligen Rathaussprecher nicht nur mit einem Griff in sein Archiv löste – es waren auch etliche Foto-Expeditionen in die nähere und weitere Umgebung erforderlich. Schließlich gab es einen Fundus mit rund 200 Motiven, aus denen 27 ausgewählt wurden. „Da gab es die Qual der Wahl.“

Robert Jordans Fotografien sind zurzeit auch im Rahmen einer kleinen Ausstellung in den Fluren der Zisterzienser zu sehen. Das Buch „Sechs Monate Coronazeit“ kann zum Preis von 12,80 Euro an der Klosterpforte erworben werben.