Grevenbroich: Schwelbrand im Tagebau Garzweiler

Rauchsäule über Garzweiler: Braunkohle kokelt im Tagebau

Hohe Temperaturen verursachen einen Brand auf der sechsten Sohle.

Im Tagebau Garzweiler ist es am Sonntag zu einem Schwelbrand gekommen. Auf der sechsten Sohle hatte sich Kohle entzündet. Wie Sprecher Guido Steffen mitteilt, hatten Mitarbeiter von RWE Power die Situation schnell im Griff.

Auf der tiefsten Sohle des Tagebaus, direkt am Kippenrand, habe aufgelockerte Braunkohle gelegen, die sich bei den derzeit herrschenden hohen Temperaturen von selbst entzündet habe. „Wasser hilft in diesem Fall nicht. Löschen wäre bei einem solchen Brand zwecklos“, sagt Steffen. Um eine exotherme Reaktion wie diese zu unterbinden sei nur eines sinnvoll: Luftabschluss.

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So rückten denn auch nicht die Männer der Werksfeuerwehr, sondern Mitarbeiter des Tagebaus aus, um die Kohle-Kokelei zu beenden. Dafür wurden Radlager eingesetzt, die sich ohnehin stets in der Nähe der Riesenbagger befinden. „Mit Hilfe der schweren Geräte wurde Erde auf den Brandherd geschüttet, das hat die Flammen erstickt“, berichtet Guido Steffen.

Braunkohle hat von Natur aus einen hohen Sauerstoff- und Feuchtigkeitsanteil. „Liegt sie frei, kann sie sich durch die Hitze rasch entzünden“, sagt der Sprecher. „Es war aber das erste Ereignis dieser Art in diesem Sommer.“ Durch den Brand – zeitweise   durch eine hohe Rauchsäule zu sehen –  seien keine nennenswerte Schäden entstanden.

(wilp)
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