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Grevenbroich: Schlossbad-Bau geht in den Endspurt

Eröffnung am 4. Juli : Grevenbroicher Schlossbad soll ein „Er(ft)lebnis“ werden

Bauherr GWG Kommunal arbeitet am Eröffnungstermin für das Millionen-Projekt. Ab dem 4. Juli sollen die Grevenbroicher ihre neue Freizeitstätte nutzen können. Das Außengelände des Bades ist dann aber noch nicht fertig.

Obwohl durchaus Grund zur Freude besteht – eine große Fete wird es nicht geben, wenn das neue Schlossbad am 4. Juli seine Tore öffnet. Die Feier soll aber nachgeholt werden. „Und zwar sobald alles fertig ist“, sagt Willi Peitz, Chef des Bauherrn GWG Kommunal. Sämtliche Wasserflächen können zwar ab Anfang nächsten Monats genutzt werden, nicht aber das Außengelände. „Das muss noch gestaltet werden“, sagt Peitz. Wie lange diese Arbeiten dauern werden, sei noch nicht abzusehen.

Weil es Ärger beim Fassadenbau gab, ist die Außengestaltung nicht voran gekommen, es kam zu erheblichen Verzögerungen. „Selbstverständlich hätten wir das gesamte Paket gerne komplett übergeben“, meint der GWG-Geschäftsführer. Dennoch habe sich das Unternehmen dafür entschieden, das Bad ohne Außengelände zu eröffnen. „Einerseits, weil die Grevenbroicher seit so langer Zeit ohne Schwimmbad waren; andererseits, um für die Daheimgebliebenen ein Angebot in den Sommerferien zu schaffen“, begründet Peitz.

Das Außenbecken des Bades könne genutzt werden, auch die Terrasse stehe zur Verfügung. Zur Liegewiese hin wird ein blickdichter Zaun errichtet, damit die Badegäste möglichst nichts von den Arbeiten im Gelände mitbekommen. „Sicherlich wird es Kritik geben, weil noch nicht alles fertig ist“, sagt Willi Peitz. „Aber die Alternative wäre ein weiterer Sommer ohne ein Schwimmbad in der Stadt gewesen.“

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Für die Gestaltung des Außengeländes ist der Bauantrag im Rathaus eingereicht worden, parallel dazu werden die Ausschreibungen für die einzelnen Arbeiten vorbereitet. Nach den Planungen von GWG Kommunal sollen auf der Liegewiese eine Textilsauna, ein Kinderspielplatz mit Wasserspielgeräten und ein Sandstrand entstehen.

Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für die Neugestaltung des Vorplatzes, der zum großzügigen Garten des Hauses Hartmann hin geöffnet werden soll. Bis dieser Bereich fertiggestellt ist, wird ein provisorischer Zuweg zum Eingang geschaffen, „so dass die Besucher trockenen Fußes in das Bad kommen können“, berichtet Willi Peitz.

Nach wie vor liegt GWG Kommunal im Clinch mit einer Firma, die beim Bau der Außenfassade statische Mängel verursacht haben soll. „Wir haben vor Gericht ein Beweissicherungsverfahren beantragt“, sagt Peitz. GWG befürchtete, dass Teile der Außenverkleidung herunterfallen und Badegäste verletzen könnten. Die Fassade sei mittlerweile mit Netzen und Folien gesichert worden – „und seit dieser Woche haben wir die Bestätigung, dass wir damit öffnen können“, sagt Willi Peitz. Die Bauabnahme für das Schlossbad wird nächste Woche erfolgen.

Die neue Freizeitstätte wird den Grevenbroichern gefallen, meint der GWG-Chef. „Die Wasserlandschaft wird ein Ort zum Verweilen, zum Chillen, zum Wohlfühlen“, verspricht Peitz. Das Schlossbad soll künftig unter dem Motto „Er(ft)leben“ stehen – weil es direkt am Fluss liegt, der von der Liegewiese aus erlebt werden kann, sobald sie fertig ist. Der Kostenrahmen (13,7 Millionen Euro) werde eingehalten. „Es gibt keine Budgetüberschreitung“, sagt Willi Peitz.