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Grevenbroich: Schafe durch Verletzungen verendet

Polizei ermittelt : Schafe in Grevenbroich durch schwere Verletzungen verendet

Die Polizei ermittelt in Laach wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz: Zwei Schafe wurden tot auf einer Weide gefunden, ein weiteres musste von einem Förster von seinen Qualen erlöst werden.

Auf einer Weide am Bären­broich in Laach sind mehrere Schafe durch schwere Verletzungen verendet. Unklar ist, wie die Tiere zu Tode kamen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Wie ein Sprecher des Rhein-Kreises am Dienstag auf Anfrage unserer Redaktion erklärte, wird eines der Schafe nun obduziert.

Anwohner hatten bereits am Samstag beobachtet, dass eines von insgesamt 21 Schafen reglos auf der Weide lag. Zunächst waren sie davon ausgegangen, dass sich das Tier möglicherweise zum Schlafen hingelegt haben könnte. Als das Schaf am Sonntag immer noch an der selben Stelle lag, verständigten sie die Ordnungskräfte. Am Abend rückten neben der Polizei auch Vertreter von Feuerwehr und Ordnungsamt nach Laach aus. Zudem war eine Tierärztin des Kreisveterinäramtes vor Ort.

 Eines der Schafe war schon seit längerer Zeit tot.
Eines der Schafe war schon seit längerer Zeit tot. Foto: NGZ

Auf der nahe der Wohnbebauung liegenden Weide machten die Einsatzkräfte eine grausige Entdeckung: „Die Beamten stellten zwei tote Schafe und noch ein lebendes, jedoch schwer verletztes Schaf fest, das kurz vor der Verendung stand“, schilderte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Tiere offenbar mit „einem spitzen, massiven Gegenstand“ malträtiert wurden. Die Einsatzkräfte stellten am Rücken der Vierbeiner eine augenscheinlich tiefe Verletzung fest. Noch am Sonntagabend erlöste ein herbeigerufener Förster das im Sterben liegende Schaf von seinen Qualen.

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Nach der Beurteilung der Tierärztin muss eines der Schafe bereits seit längerer Zeit tot auf der Weide gelegen haben. „Der Verwesungsprozess war schon deutlich fortgeschritten, so dass keine Rückschlüsse auf die Todesursache gezogen werden konnte“, sagt Kreissprecher Reinhold Jung. Der erste Eindruck der Kreisveterinärin sei, dass die Tiere möglicherweise durch eine Vernachlässigung der Wunden – von wem auch immer sie zugefügt wurden – gestorben sein könnten.

 Die Tiere hatten augenscheinlich schwere Verletzungen.
Die Tiere hatten augenscheinlich schwere Verletzungen. Foto: NGZ

Um genaue Erkenntnisse zu erhalten, wird eines der Schafe nun obduziert. „Auch um eventuelle Krankheiten auszuschließen, die Folge für den Restbestand der Herde haben könnten“, sagt Jung. Sollte sich der Anfangsverdacht der Tierärztin erhärten, würde dies Konsequenzen für den Halter der Schafe haben, „die bis hin zu einer möglichen Strafanzeige führen könnten“, betonte Reinhold Jung.

Die Mitarbeiter des Kriminalkommissariats 24 ermitteln nun wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und hoffen auf Unterstützung der Bevölkerung. Wer verdächtige Beobachtungen vor dem vergangenen Sonntag gemacht hat oder sachdienliche Hinweise zur Tat geben kann, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 02131 3000 zu melden.