„West zum Fest“ Wevelinghovener Sänger reaktiviert das Haustür-Konzert

Wevelinghoven · Der als Räuber-Frontmann bekannte Sänger Sven West ruft eine Aktion zurück ins Leben, die in der Hochphase der Corona-Pandemie geboren wurde: Er bietet wieder Haustür-Konzerte für Privatleute an. Das Motto: „West zum Fest“.

Sven West ist vielen als Frontsänger der Räuber bekannt. Er lebt mit seiner Familie in Grevenbroich.

Sven West ist vielen als Frontsänger der Räuber bekannt. Er lebt mit seiner Familie in Grevenbroich.

Foto: Dirk Loerper

Wenn Sven West an seine ersten Haustür-Konzerte zurückdenkt, ist das automatisch verbunden mit Erinnerungen an eine ziemlich dramatische Zeit: an die Hochphase der Corona-Pandemie, in der Künstler wie er ihren Beruf de facto kaum mehr ausüben konnten. In dieser schwierigen Zeit wurde die Idee geboren, Mini-Konzerte für kleine Personenkreise anzubieten, bei denen er allein auftritt – angepasst an die damals geltenden Corona-Regeln.

Der Wevelinghovener Sänger ist froh, dass die Pandemiezeiten vorbei sind. An die Haustür-Konzerte selbst hat er aber ausnahmslos positive Erinnerungen, wie er sagt. Für ihn Grund genug, diese besondere Form der Konzerte wiederzubeleben. „West zum Fest“ lautet das Motto des Sängers, der sich in der Vorweihnachtszeit ein paar Tage für kleine Privat-Konzerte freigeschaufelt hat. Die Zeit, in der sich die kölsche Kultband Räuber, bei der er Frontsänger ist, traditionell ein wenig zur Ruhe begibt, will Sven West entsprechend nutzen.

Partymusik, kölsche Klassiker, Balladen – alles ist möglich, sagt er. Waren die Mini-Konzerte in Corona-Zeiten noch eine Notlösung, um überhaupt irgendetwas machen zu können und ein bisschen Geld zu verdienen, geht es jetzt mehr um Entertainment: um das besondere Erlebnis, um Exklusivität. „Ich weiß noch, dass ich ein paar Konzerte brauchte, um die Hemmschwelle zu überwinden. Aber das ist vorbei“, sagt West, der auf drei bis vier Haustür-Konzerten pro Tag singen könnte – vorausgesetzt, die Locations sind schnell erreichbar.

Sven West ist tatsächlich schon vor Haustüren aufgetreten, aber auch in Wintergärten, Wohnzimmern oder in ruhigen Wohnstraßen. „Das sind immer kleine Gruppen, Privatleute eben. Ich habe einmal sogar für eine Einzelperson gesungen“, sagt West, den manche Auftritte stark berührt haben. Einmal hat er beispielsweise für eine Krebspatientin gesungen. Das geht auch dem Profi nah.

Ziel von Sven West ist es, Menschen eine Freude zu bereiten. Er will für gute Stimmung sorgen, Fans überraschen. Die Preise, die er aufruft, richten sich unter anderem nach der Spieldauer (Kontakt unter sven-west.de). Tatsächlich ist West bei den kleinen Konzerten alles in einem: Sänger, DJ, Techniker und Aufbauer. „Es braucht nicht immer die ganz große Bühne“, sagt der Sänger, der nicht nur bei den Räubern am Start ist, sondern auch mit seiner eigenen Band „Westbunch“.

Am Ende dieses Jahres, sagt er, wird er zusammengerechnet etwa 400 Auftritte gehabt haben. Ein Großteil entfällt auf die Räuber, die Anfang Januar in die Karnevalszeit starten. Allein bis Anfang März sollen 200 Sessions-Auftritte auf dem Plan stehen.

(cka)
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