Grevenbroich: RWE-Mitarbeiter aus Familientradition

Unternehmen in Grevenbroich : RWE-Mitarbeiter aus Familientradition

The Schneider (28) erlernt den Beruf des Zerspanungsmechanikers. Sorgen um seine Zukunft macht er sich nicht.

Nein! Keinesfalls bereut Theo Schneider seine Entscheidung, eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker bei RWE Power zu absolvieren. Ursprünglich hatte der 28-Jährige, der aus der Nähe von Euskirchen stammt, andere Pläne: An der Universität in Koblenz hatte er ein Studium mit dem Schwerpunkt Mathematik begonnen, doch stellte er nach einigen Semestern fest, dass ihm die technische Praxis viel näher liegt als die mathematische Theorie. So stand schnell der Entschluss fest, das Studium zu beende und eine technische Ausbildung zu beginnen.

Dass die Wahl des Ausbilders auf RWE Power fiel, kommt nicht von ungefähr. „Mein Opa hat schon bei diesem Unternehmen gearbeitet und darüber nur lobende Worte gefunden.“ Nunmehr befindet Schneider sich im zweiten Ausbildungsjahr  und wartet darauf, aus der tagtäglichen Schulung   endlich in die Praxis wechseln zu können. Wo er in Bälde diese Praxis finden wird, steht längst fest: „Ich bin für das Kraftwerk Weisweiler eingeteilt.“

Dass das Kraftwerk und der zuliefernde Braunkohletagebau Hambach langfristig in der derzeitigen Struktur keine Zukunft haben, bereitet Schneider keine Sorgen. „Zerspanungsmechaniker werden überall im Tagebaubetrieb gebraucht.“ Außerdem könnte die Umstellung des Kohle- zu einem Gaskraftwerk eine weitere, dauerhafte Perspektive  für den jungen Mann bilden. Die dritte Option nach der Ausbildung wäre die berufliche Weiterbildung zum Meister oder Techniker.

Die Ausbildung von RWE lässt ihm alle Möglichkeiten, davon ist er überzeugt. „Sie genießt einen guten Ruf und ist umfassend.“ Darüber hinaus beschränke sich die Ausbildung nicht auf das Berufliche, ergänzt Kerstin Schiemann aus der RWE-Zentrale, wissend, dass gute Azubis überall gesucht werden. „Teamfahrten, Sicherheitstraining und vieles mehr bieten wir unseren Auszubildenden.“

Was Schneider an  dem Beruf des Zerspanungsmechanikers gefällt, ist die Vielseitigkeit, die dennoch einen Spezialisten aus ihm macht. Drehen, fräsen und schleifen, diese drei Arbeitsprozesse sind beim Zerspanungsmechaniker zusammengefasst. Durch die zunehmende Digitalisierung und die Übernahme von Arbeitsschritte durch Computer und computergesteuerte Maschinen hat sich das Berufsbild sehr verändert. Das Bedienen der CNC-Maschinen gehört zum Alltag, wenn es gilt, Wellen oder Spezialschrauben herzustellen und dabei auf den Hundertstenmillimeter genau zu arbeiten.

Die Zeichnung des Werkstücks gibt die Vorgabe für die Programmierung der CNC-Maschine. Die Kontrolle des Fertigungsprozesses bestätigt dann die Qualität. Zwar kennt sich Schneider aus mit den konventionellen Dreh-, Fräs-, Bohr- und Schleifmaschinen aus, aber an die Genauigkeit der Computer kommt niemand heran, wenn es darum geht, runde und kantige Bauteile mit Bohrungen, Aussparungen und Vertiefungen herzustellen.

Gerade einmal mit acht Kollegen bestreitet Schneider die Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker in Weisweiler. Die anderen neun im Rheinischen Revier werden in Gustorf oder Grefrath ausgebildet. Sie bilden damit die Minderheit unter den Auszubildenden bei den Mechanikern. Sie sind halt die Spezialisten.

Eines liegt Schneider besonders am Herzen neben der guten Qualität der Ausbildung. Etwas, was ihm immer wieder bestätigt, dass er den richtigen Schritt gemacht hatte, als er vor zwei Jahren vom Hörsaal an die Werkbank wechselte. „Wir haben hier einen fast schon familiären Betrieb und einen sehr kollegialen Umgang untereinander.“

Mehr von RP ONLINE