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Grevenbroich: Rotary Club unterstützt Kinderklinik in Norditalien

Grevenbroicher helfen regional und international : Rotary Club unterstützt Kinderklinik in Norditalien

In der Corona-Krise helfen die Grevenbroicher Rotarier auf lokaler und überregionaler Ebene. Der Service-Club unter der Leitung von Präsident Lothar Köhler hat 350 Atemmasken aus Stoff gefertigt, die für einen guten Zweck verkauft oder an soziale Institutionen verteilt wurden.

Masken wurden dem Rheinland-Klinikum, dem Seniorenzentrum St. Josef in Gustorf und dem Albert-Schweitzer-Haus in Grevenbroich gespendet, ebenso erhielten die Fördervereine des Erasmus- und des Pascal-Gymnasiums eine kostenlose Lieferung. Mit Unterstützung von Andrea Istas, Geschäftsführerin des Stadtmarketingvereins, wurden 200 weitere Masken gefertigt, die von Apotheker Hans-Dieter Zweckerl verkauft wurden.

 Der Verkaufserlös von mehr als 1300 Euro konnte bereits im April an die Ehrenamtler des Elsener Tischs übergeben werden, am Mittwoch wurde dieser Betrag auf 2600 Euro aufgestockt. Darüber hinaus unterstützte der Rotary Club mit 2000 Euro die Lebensmittel-Beschaffung der Rommerskirchener Tafel. Dort war es wegen der Hamsterkäufe zeitweise zu Engpässen gekommen.

Als Erfolgsgeschichte des Clubs bezeichnet Sprecher Stefan Pick die von Grevenbroich aus initiierte Unterstützung der notleidenden Bevölkerung in Norditalien. Als „Zeichen des grenzüberschreitenden Miteinanders in Europa“ suchten die Grevenbroicher Rotarier – vertreten durch das Projektteam Berthold Bonekamp, Marc R. Hocks und Gottfried Bernrath – den Kontakt zu Rotary Clubs in Bergamo.

„Gemeinsam wurde eine Vielzahl von Hilfsaktionen unterstützt“, schildert Pick. Besorgten die Clubs zunächst eine Vielzahl von Masken, Schutzbrillen und -kittel, konzentrierten sie sich schließlich auf ein Hauptprojekt: die Beschaffung eines innovativen Systems zur Videoskopie der Atemwege für die Intensivstation einer Kinderklinik. Durch das Sammeln von Spenden wurden schon mehr als 30.000 Euro für die Soforthilfe in Italien zur Verfügung gestellt. Weitere Clubs wollen sich der Initiative anschließen.

(NGZ)