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Grevenbroich: Rollende Regner für die Sportplätze

Wegen der anhaltenden Trockenheit : Grevenbroich beschafft weitere rollende Regner für die Sportplätze

Die Stadt gerät bei der Bewässerung ihrer Rasen-Fußballplätze an die Grenze ihrer Kapazitäten. Mittlerweile müssen die Naturrasen-Anlagen und der Hybrid-Rasen im Schlossstadion wegen der wochenlangen Trockenheit jeden Tag mit Wasser versorgt werden.

Der Dauereinsatz führt zu Störungen bei der Technik, zudem reichen die Gerätschaften nicht aus. Die Stadt beschafft nun, wie Erster Beigeordneter Michael Heesch und Sportamtsleiter Thomas Staff erklären, zwei zusätzliche selbstfahrende Flächenregner, die auf dem Platz in Neurath zum Einsatz kommen sollen. Kostenpunkt: rund 4000 Euro.

„Während der Trockenheit haben wir anfangs etwa drei Mal in der Woche die Plätze bewässert, das reicht aber nicht mehr aus. Die Geräte werden jetzt jeden Tag eingesetzt“, erklärt Thomas Staff. Vier Rasenplätze – in Kapellen, Wevelinghoven, die Anlage Süd und der Hybridrasen am Schloss – verfügen über automatische Bewässerungsanlagen.

Doch die Technik hat angesichts der hohen Belastung ihre Macken. Auf der Süd-Anlage streikte etwa eine Pumpe und wurde jetzt repariert.

Auf den Plätzen in Frimmersdorf, Gustorf, Neukirchen und Hemmerden sind jeweils zwei kleine vierrädrige Wägelchen mit Wasserdüsen unterwegs, sie rollen langsam – an einem Seil vom Wasserdruck getrieben – über den Platz und sorgen für grünen Rasen. Etwa alle fünf Stunden müsse ein Mitarbeiter hin und die Geräte umsetzen, berichtet Staff.

Reserve-Wägelchen gibt es keine, dabei soll auch der Trainingsplatz in Neurath nun wieder grün werden. „Zurzeit ist der gelb, fast braun“, berichtet Heesch. Nach dem Ende der Ferienfreizeit heißt es auch dort „Wasser marsch“ – zurzeit noch mit Hilfe eines geliehenen Sprengers. „So schnell wie möglich“ sollen nun die neuen rollenden Regner beschafft werden.

Noch nicht fest steht, wie viel Wasser die Stadt für die Bewässerung verbraucht. „In anderen Jahren sind es etwa 14.000 Kubikmeter, diesmal werden es deutlich mehr sein“, berichtet Thomas Staff.

(cso-)